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Vorsicht, die blau spiegelnden Objektive ...

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27. Mai 2009 15:43
... tragen nur wenig zum Gesamtverlust an Licht bei, weil diese erste Fläche nur eine von insgesamt mindestens 12 bis 16 Glas-Luft- bzw. Luft-Glas-Flächen ist und außerdem Lichtverluste und somit Farbtönungen auch aufgrund von Absorption im Glas entstehen. Der Lichtverlust durch Reflexion kann sogar an den anderen Flächen jeweils (also nicht nur insgesamt, sondern an jeder einzelnen!) größer sein als an der Vorderfläche, weil viele Hersteller die Vorderfläche besser vergüten als die anderen, innenliegenden Flächen. Sie wissen nämlich, daß der Nichtfachmann meistens genau den von Ihnen begangenen Fehler macht, allein aus der Spiegelung dieser am besten sichtbaren und größten Fläche auf die Qualität der Vergütung generell und auf die Gesamttransmission zu schließen. Bei den innenliegenden Flächen wird dann Geld gespart (und evtl. viel mehr Licht verloren), weil der Käufer das nicht so gut erkennen kann oder gar nicht darauf achtet.

Außerdem würde ein Verlust im blauen Bereich einen gelblichen Farbton in der Durchsicht verursachen, nicht einen rötlichen. Um den zu erzielen, muß auch noch irgendwo viel Grün durch Reflexion und/oder Absorption verlorengehen.

Der Hinweis auf den Glasdurchmesser ist richtig. Manchmal befindet sich hinter der ersten Linse oder gar hinter der zweiten oder dritten ein engerer Querschnitt, so daß dort die Eintrittspupille weiter verengt wird. Um das zu prüfen, kann man wie folgt vorgehen (zuvor grundsätzlich das Fernglas auf unendlich fokussieren):

1. Man befestigt das Fernglas auf einem Stativ oder legt es so z.B. auf ein Fensterbrett, daß man frontal genau aus Richtung der optischen Achse aus ziemlich großer Entfernung (mehrere Meter!) gegen einen hellen Hintergrund ins Objektiv schauen kann. Man sieht dann im Objektiv eine helle Scheibe. Reicht diese Scheibe tatsächlich von Rand zu Rand der Frontlinsenfassung, so kann man deren Durchmesser messen. Andernfalls muß man abschätzen, um wieviel die helle Kreisscheibe kleiner ist als der innere Fassungsdurchmesser.

2. Alternativ kann man aus kurzem Abstand gegen eine helle Fläche ins Objektiv schauen und dabei das Fernglas ein wenig so verkippen, daß sich die helle Kreisscheibe (die bei dieser Entfernung immer kleiner als der freie Frontlinsendurchmesser ist) zum Rand der Frontlinsenfläche bewegt. Kann man das Fernglas allseitig so verkippen, daß die helle Kreisscheibe genau den Rand des freien Frontlinsenquerschnitts berührt, dann ist der Frontlinsendurchmesser der Eintrittspupillendurchmesser. Berührt die helle Kreisscheibe jedoch schon vorher eine innenliegende kreisförmige Blende, dann ist diese für den Eintrittspupillendurchmesser verantwortlich. Dieses letzgenannte Fall ist z.B. beim Canon 10x42 L IS WP zu beobachten, dessen EP-Durchmesser nicht 42 mm, wie vom Hersteller angegeben, sondern nur 37 mm beträgt.

3. Die schönste und genaueste Methode ist die Projektionsmethode, für die man ein annähernd paralleles Strahlenbündel vom Mindestquerschnitt der Eintrittspupille braucht. Näherungsweise und für unsere Zwecke genau genau kann man das mit einer Taschenlampe mit kleinem Reflektor simulieren, wenn man aus mindestens 0,5 m Entfernung achsenparallel ins Okular leuchtet. Dann tritt vorn aus dem Objektiv ebenfalls ein annähernd achsenparalleles Lichtbündel aus (dessen „Parallelität“ um den Vergrößerungsfaktor besser ist - das ist das Prinzip des „Beam-Expanders“ zur Reduzierung der Divergenz!). Klebt oder hält man ein transparantes weißes Papier (dünnes Laserdruckerpapier oder noch besser transparentes Zeichenpapier) direkt vor die vordere Tubuskante, dann zeichnet sich darauf eine helle, ziemlich scharfkantige Kreisscheibe ab, deren Durchmesser gleich dem EP-Durchmesser ist und den man sehr genau mit einem Lineal oder einer Schublehre messen kann. Sollte die Kante der Kreisscheibe unscharf sein, muß man mit der Taschenlampe weiter weg vom Okular, damit der von ihr ausgehende und durch die AP fallende Lichtkegel weniger divergent wird, man sich also dem Idealfall eines parallelen Lichtbündels besser annähert.

Walter E. Schön
Thema Autor Klicks Datum/Zeit

Testbericht Nikon Action VII 8x40 CF

Nicki 3454 24. Mai 2009 10:27

Großes Lob und einige kurze Antworten

Walter E. Schön 1981 24. Mai 2009 13:17

Re: Großes Lob und einige kurze Antworten

Nicki 1150 24. Mai 2009 17:11

Berichtigung einer Formulierung, Bestimmung der Verzeichnung

Walter E. Schön 1462 24. Mai 2009 19:38

Re: Testbericht Nikon Action VII 8x40 CF

Robert Fritzen 1756 24. Mai 2009 13:19

Re: Testbericht Nikon Action VII 8x40 CF

Nicki 1104 24. Mai 2009 17:17

Mein Nikon Aktion im Vergleich zum Omegon Blackstar 8x42

Nicki 2464 25. Mai 2009 20:00

Re: Mein Nikon Aktion im Vergleich zum Omegon Blackstar 8x42

Robert Fritzen 1261 26. Mai 2009 13:22

Re: Mein Nikon Aktion im Vergleich zum Omegon Blackstar 8x42

Nicki 1133 26. Mai 2009 15:18

Ich hätte das wohl auch so gemacht ;-)

pepe 1101 26. Mai 2009 20:06

Re: Ich hätte das wohl auch so gemacht ;-)

Gunnar 1251 27. Mai 2009 07:04

Mein Hinweis war nicht negativ gemeint!

pepe 991 27. Mai 2009 12:57

Re: Testbericht Nikon Action VII 8x40 CF

Michael Römer 1077 27. Mai 2009 14:53

Vorsicht, die blau spiegelnden Objektive ...

Walter E. Schön 1101 27. Mai 2009 15:43

Mein Nikon Aktion im Vergleich zu Docter B/CF

Nicki 1167 29. Mai 2009 20:59



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