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ETX125, die ersten Beobachtungsnächte

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Harald Leicht
04. Januar 2008 19:47
Meine ersten Beobachtungen mit dem Meade ETX 125.
Ein ETX besteht aus dem optischen Tubus mit motorisierter Gabelmontierung und einem leichten Dreibeinstativ. Dieses kommt in einer Segeltuchtasche und kann gut über die Schulter getragen werden. Die Gabel mit eingesetztem Tubus transportiert man am besten in einem Koffer, den man allerdings zusätzlich erwerben muß.
Ein kompaktes Reiseteleskop.
Der Zusammenbau ist kinderleicht, aber beim ersten Mal habe ich doch fast eine Stunde gebraucht, bis es im Arbeitszimmer stand. Ein ETX läuft nur mit elektrischer Energie, aber meine kluge Frau hatte vorgesorgt und einen Satz Batterien besorgt.
Man sollte vor dem Start einmal in Ruhe die Bedienungsanleitung durchblättern. Besonders ausführlich wird dort die Bedienung mittels Autostar beschrieben, einer Art Fernbedienung mit roter alphanumerischer Anzeige und numerischem Bedienfeld. Ich hatte die nötige Ruhe nicht und bin nach einer Stunde in den Garten marschiert um mein Teleskop in Betrieb zu erleben. Astronomische Beobachtungen waren noch nicht möglich, aber dafür konnte ich einmal ganz genau die Fernsehantenne unseres Nachbarn untersuchen, ein ETX ist vielseitig.
Gegen 17.30h wurde es dunkel und sofort begann ich das Teleskop auszurichten. Diese Prozedur ist dem Laien unverständlich, man stellt den Tubus gerade und dann geht es los. LNT heißt das Zauberwort, das ETX brummt ein wenig und fährt auf eine merkwürdige Art herum. Dann ist diese LNT Routine erledigt und man kann das Teleskop mit Unterstützung des Autostar auf den Himmel ausrichten. Es schlägt einen Stern vor. Jetzt erwartet es, dass man diesen Stern kennt und diesen mit den Tasten des Autostar in die Okularmitte bugsiert. Hier galt es dann um Unterstützung zu telefonieren und diese wurde auch nach einer knappen Stunde gewährt, ein himmelskundig vorgebildeter Kollege kam zu Hilfe. Merke, man muß seinen Himmel kennen, auch wenn man ein GOTO-Teleskop einsetzen will.
Inzwischen war es fast 20.00h und im Osten war Mars zu erkennen. Man kann im Untermenü Planeten den Mars auswählen und dann fährt das ETX mit recht lautem Antriebsgeräusch zu ihm hin. Ein Blick ins Okular und der Mars war zu sehen. Da er fast am Rand stand, mußte ich mit den Pfeiltasten noch etwas nachhelfen, dann stand er in der Mitte.
Das er schön brav in der Mitte bleibt, ist die Aufgabe vom ETX, eine leichte Aufgabe, solange man Strom hat, denn das ETX führt sehr genau nach. Mit dem 26 mm Okular ist der Mars nicht sehr imponierend. Zum Glück hatte der Händler vorgesorgt und meiner Frau zusätzliche Okulare empfohlen, die jetzt zum Einsatz kamen. Nach dem Okularwechsel muß man noch die Schärfe korrigieren, dann kann man mit ca. 200facher Vergrößerung beobachten. Jetzt mußte Jeder einmal den Mars betrachten, kein Problem, das ETX blieb dran. Einem Laien wie mir bietet Mars nicht viel.
Inzwischen waren weitere Sehenswürdigkeiten aufgegangen, mein Freund übernahm wie ein professioneller Vorführer das Kommando und gab zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten seine Kommentare ab.
Orionnebel, seht Ihr diese Sterne, die heißen Trapez.
Plejaden, Hyaden,
Mond mit Terminator
Saturn! Saturn ist für den Neuling ein Spektakel das einen regelrecht gefangen nimmt. Ich habe weder einen Saturnmond gesehen noch die Cassiniteilung, sondern nur das Gesamtkunstwerk Saturn mit Ring.
Erst weit nach Mitternacht habe ich meinen Kram zusammengepackt und bin steif und mit schmerzenden Knochen, aber glücklich, ins Haus gegangen.

Für mich ist dieses ETX genau richtig.
Bis heute war ich insgesamt 5x draußen und inzwischen fange ich an, dieses Teleskop zu begreifen. Wenn man es sauber ausrichtet, dann findet es die gewünschten Objekte sicher und schnell, wenn auch nicht so exakt, wie ich es mir vorher vorgestellt hatte. Wenn man auf Nummer sicher gehen will, dann sollte man das Okular mit 26 mm Brennweite nehmen oder wenn zur Hand, sogar das Okular mit 32 mm. Aber 26 mm reicht aus. Nimmt man ein Okular mit hoher Vergrößerung, dann kann es passieren, dass der Himmelsausschnitt in diesem Okular zu klein ist und das Objekt etwas daneben landet. Aber mit meinem 26 mm Okular habe ich bisher jedes Objekt gefunden.

Nach weniger als 10 Stunden sind die Batterien alle. Das muß man berücksichtigen, obwohl Herr Jülich dies anfängertypisch findet, weil ich zu viel von Objekt zu Objekt herumturne und auf diese Weise Energie vergeude.
Ein ETX ist ein Teleskop für mittlere bis hohe Vergrößerungen, was bedeutet, dass man die ganz großen Objekte nicht ganz ins Bild bekommt. Eine Tatsache, die mir vorher nicht bewußt war. Es gibt am Himmel immerhin eine gute handvoll Objekte, die für mein Teleskop zu ausgedehnt sind.

Es gibt noch ein Problem, es gibt keine Stelle in unserem Garten, die einen komplett freien Himmel zeigt. Jetzt im Winter sind die Bäume kahl, aber wenn sie belaubt sind. Fällen kommt nicht in Frage, also müßte ich mindestens 1x in der Nacht den Standort wechseln. Das kostet mich dann 15 Minuten Zeit, denn das ETX muß neu ausgerichtet werden.

Im Augenblick ist mir dieses Problem noch egal, ich geniesse die Beobachtungen und die Mühelosigkeit, mit der das ETX die Objekte findet.
Heute ist Pause, Petrus will nicht.

Harald Leicht
Thema Autor Klicks Datum/Zeit

Meade ETX105, ein transportables Planetenteleskop

Norbert Bauer 3631 18. Dezember 2007 20:49

Warum ETX 105

Rolf Schleyer 1777 19. Dezember 2007 15:32

Re: Warum ETX 105

Norbert Bauer 1750 19. Dezember 2007 21:24

Re: Warum ETX 105

Harald Leicht 1805 25. Dezember 2007 08:00

ETX125, die ersten Beobachtungsnächte

Harald Leicht 2991 04. Januar 2008 19:47

Re: ETX125, die ersten Beobachtungsnächte

Wilhelm Kleine-Weber 1884 05. Januar 2008 12:18

Re: ETX125, die ersten Beobachtungsnächte

Harald Leicht 2197 05. Januar 2008 18:30



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