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Meade Explorer 4500 Newton Test

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26. Oktober 2000 13:10

Dies ist ein Bericht über das Meade Explorer 4500 Teleskop.
Mein Name ist Heiko Weber, ich wohne am südlichen Stadtrand von Paderborn, mein Beobachtungsort ist unser Balkon in der 3. Etage. Ich bin 18 Jahre alt und lerne Meß- und Regeltechniker.
Das Meade habe ich bei Astrocom in München gekauft.
Zusammen mit dem Motor und noch einem Okular und der Barlowlinse habe ich ungefähr 1000 Mark bezahlt.
Bei meinem ersten Fernrohr wollte ich nicht mehr Geld ausgeben.

Meine Beobachtungsbedingungen sind eigentlich OK. Die Straßenlaternen sind unter unserem Balkon. Ab und zu, wenn es sehr dunstig ist, wird aber der Himmel trotzdem aufgehellt. Dann hat man zwar ein gutes Seeing, aber zuwenig Transparenz.
Dann trage ich das komplette Fernrohr bis zu eine Gärtnerei in unserer Nachbarschaft. Das sind fast 300 Meter, aber bis zum Auto ist es genauso weit und dann lauf ich lieber.
Ich beobachte alles. Planeten, Mond, Doppelsterne, Nebel, Galaxien. Aber immer nur wenn es am Südhimmel oder am Westhimmel sichtbar ist. Norden und Osten kann man leider vergessen.

Zu meinem Teleskop habe ich zwei Meinungen.
Die gute Meinung betrifft die Optik. 114 mm Spiegel reichen schon sehr weit. Ich habe eine Mondkarte von Hallwag, überzogen mit Kratern, Rillen, Bergen und den Maaren. Was diese Karte zeigt, kann man auch mit meinem Teleskop sehen. Es dauert nur sehr lange, bis man begreift, wo man auf dem Mond eigentlich ist.
Bei der ersten Beobachtung war ich sehr erschrocken, wie hell der Mond ist. Ich habe dann meinen früheren Physiklehrer angerufen. Der war ganz erstaunt, dass jemand wie ich sich für Astrophysik interessiert und hat mir erklärt, das Mondbeobachten nicht gefährlich ist.
Er hat selber ein Teleskop von Meade, aber groß und teuer.
Er hat mir auch verschiedene Bücher empfohlen und einen Atlas von Herrn Karkoschka. Dieser Atlas ist in langweiligem grau. Das ist aber gut überlegt, denn im Dunkeln benutzen die Astronomen rote Taschenlampen. Diese Farbe hat den Vorteil, dass die Dunkeladdaption des Auges nicht zerstört wird. Mit der roten Lampe ist der graue Atlas gut zu lesen.

Als Meß-und Regeltechniker habe ich mittlerweile eine Vorstellung, wie eine gute Montierung aussehen muß. Ich habe sie mit in die Berufsschule genommen und unser Lehrer hat mit uns eine Schwachstellenanalyse gemacht. Dazu haben wir die Montierung mit Sensoren vollgepflastert und an verschiedenen Stellen leicht berührt. Das Ergebnis war, man soll keine Meade Explorermontierung kaufen. Die Montierung hat nicht nur einen Fehler, sondern sie besteht nur aus Fehlern.
Ich habe dann einmal mit Astrocom telefoniert. Der Herr Dähnen von Astrocom ist aber der Meinung, für so wenig Geld kann man nicht mehr erwarten und mein Leher hat einfach zu wenig Ahnung von Teleskopen.
Ich habe mich jetzt entschlossen, zusammen mit einem Freund aus dem Tischtennisclub eine eigene Montierung zu bauen. Mein Freund ist Feinmechaniker an der Uni in Bochum und dort haben viele Studenten eigene Montierungen gebaut. Mein Freund sagt, die meisten Montierungen der Studenten sind ebenfalls nicht gut, aber die Jungen sind glücklich und Stolz.
Wir werden uns Zeit lassen und eine leichte, stabile Montierung konstruieren.

Thema Autor Klicks Datum/Zeit

Meade Explorer 4500 Newton Test

Heiko Weber 6102 26. Oktober 2000 13:10

Re: Meade Explorer 4500 Newton Test

e.wahlen 1917 20. Oktober 2009 19:08



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