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Vergleich C8, Meade 7" MAK, Vixen VMC200

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23. Oktober 2000 13:50
Die letzten beiden Nächte waren einigermaßen. Deshalb hier ein erster Zwischenbericht mit dem neuen Vixen VMC200.
Zum Vergleich standen uns ein bekannt gutes C8 auf der DX und ein 7" Meade Maksutow zur Verfügung.

Testobjekte waren Jupiter, Saturn, M81+M82, Hyaden, h und Chi, einige Doppelsterne.
Die Geräte waren in der ersten Nacht ab 19.45 im Freien, also genügend lange zum Temperieren. Ab 22.30 ging es dann los.
Da es sich um einen Vergleich handelte, wurde auf eine Bewertung der visuellen Grenzgröße verzichtet. Das Seeing wurde unter anderem an einigen Doppelsternen bewertet.
Wir häufig bei hoher Luftfeuchtigkeit, war das Seeing ziemlich gut. Drei der vier beteiligten Beoachter hatten Beobachtungserfahrung, einer war Einsteiger.

Die Reihenfolge bei den Planeten war klar, der langbrennweitige Meade 7" zeigte das geringfügig bessere Bild, zwischen C8 und VMC200 war kein eindeutiger Unterschied zu erkennen. Hier wurden insgesamt 2 Sätze LV-Okulare mit 5,6,7,9 mm eingesetzt sowie einige Farbfilter.
Beim Betrachten der Messierobjekte wurden dann längere Brennweiten eingesetzt: Meade 4000 SPL mit 26mm + 32 mm, Vixen LV mit 50mm, Meade SP mit 56 mm.
Hier konnte man schön die Beobachtungserfahrung sehen. Unser Frischling sah in allen 3 Geräte gleich wenig. Wir anderen sahen hier das VMC200 vor dem C8 und danach dann mit einigem Abstand den kleineren 7". Der Unterschied war wieder klein, fast unerheblich, aber groß genug, um uns zu ähnlichen Ergebnissen zu führen. Es versteht sich von selbst, daß man bei einem solchen Vergleich schreibt und nicht redet.
Gegen 3h morgens war dann der Himmel zu unruhig, daher entschieden wir, auf die Doppelsterne zu verzichten. Gleiches galt für den Mond.

Am Sonntag abend, haben wir den gleichen Test wiederholt, aber eine wichtige Änderung gemacht. Wir haben die Geräte tagsüber im Keller bei 17° aufbewahrt und erst gegen 22.00h herausgetragen. Die Außentemperatur betrug 11°, die Luftfeuchtigkeit lag bei 66%.
Nach 30 Minuten haben wir dann mit Beobachten angefangen.
Diesmal waren die Beobachtungen in der ersten Stunde vom Auskühlzustand der Optiken abhängig.
Das offene Vixen VMC200 war hier überlegen. Dies hatten wir so nicht erwartet, da das Meade MAK mit einem Ventilator ausgestattet ist. Bei unseren Bedingungen war es eindeutig, das VMC benötigt etwa 45 Minuten, das Meade fast 75, das Celestron C8 sogar über 100 Minuten, bis man mit Genuß eine Planetenbeobachtung beginnen konnte.
Bereits um Mitternacht begannen wir mit der Luftfeuchtigkeit zu kämpfen. Gegen 1.30h haben wir dann den Kampf gegen die Feuchtigkeit aufgegeben und unsere Ergebnisse zusammengefaßt.

Das Meade MAK ist deutlich schwerer als die beiden anderen Geräte. Für viele Beobachter ist das Gewicht zu hoch. Außerdem ist das Öffnungsverhältnis mit 1:15 für ein Allroundgerät zu einseitig. Bei der Beobachtung von Planeten war das Ergebnis aber sehr überzeugend. Trotz Ventilator ist aber die Auskühlzeit ein Problem. Ein schönes Gerät für Planetenbeobachter aus dem eigenen Garten.
Das C8 entäuscht visuell nicht. Ordentlich kollimiert, kann man bei gutem Seeing auch Spaß bei der Planetenbeobachtung haben, jedoch nach einer unangenehm langen Wartezeit, bis sich die Optik abgekühlt hat. Im Deep Sky Bereich ist das C8 dem MAK von Meade klar überlegen. Das 9 Kg geringere Transportgewicht ist nicht wenig. Dabei ist die Stabilität der DX der Meadegabel überlegen.
Das Vixen VMC200 ist als offenes System viel schneller ausgekühlt und damit einsatzbereit. Die große Obstruktionsfläche ist im Vergleich zum Meade MAK bei der Planetenbeobachtung ein Handikap. Das dieses Handikap beim Vergleich mit dem C8 nicht ins Gewicht fällt, ist erstaunlich und kann bei diesem kurzen Vergleich nur vermutet werden. Angenehm ist das fehlende Spiegelshifting, das selbst bei einem hervorragenden Schmidt Cassegrain als Nachteil bleibt. Trotz leichtem Tubus würden wir aber die DX der GP vorziehen, zumindest wenn man fotografieren will.

Es ist schwer, einen genauen Preisvergleich zu machen. Das LX50 Meade ist ziemlich komplett, während die preiswerteren Varianten von Celestron und Vixen noch nachgerüstet werden müssen. In jedem Fall handelt es sich also nicht um Einsteigerinstrumente.
Der Neuling von Vixen wird dem 8" Schmidt Cassegrain sicher sehr weh tun, während das eher einseitig auf Planeten ausgerichtete Meade davon weniger berührt werden wird. In den nächsten Wochen wollen wir noch ein Testwochenende anschließen. Dann werden wir versuchen, einmal einige Aufnahmen zu machen und diese danach ausmessen. Das Ergebnis setllen wir gerne vor.

Dr. med. Dieter Lindner






1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.03.07 19:37.
Thema Autor Klicks Datum/Zeit

Vergleich C8, Meade 7" MAK, Vixen VMC200

Dieter Lindner 6643 23. Oktober 2000 13:50

Teil 2: Vergleich C8, Vixen VMC200

Dieter Lindner 2543 06. November 2000 13:59

Re: Teil 2: Vergleich C8, Vixen VMC200

E. Havran 1537 17. März 2009 19:11

Re: Teil 2: Vergleich C8, Vixen VMC200

Dieter Lindner 1476 09. Mai 2009 07:56

Re: Teil 2: Vergleich C8, Vixen VMC200

T. Bauer 1871 15. Mai 2009 12:10



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