Willkommen! Anmelden Ein neues Profil erzeugen

Erweiterte Suche

Erste Erfahrungen mit dem Bonntec Praxis F

Juelich-Logo

 
deutsch  english  franais  chinese
Impressum
 
Forumregeln
 
Lupen
Mikroskope
Schulung
Messtische
Mess-Software
Mikroskopierdienst
Mikroskopservice
Sonderanfertigungen
 
Ferngläser
Spektive
Teleskope
Stative
Globen
 
Sonderposten
Veranstaltungen
Forum
Testberichte
 
AGB
Impressum
Haftungsauschluss
Datenschutzerklärung
Kontakt

 

Stephan Hoffmann
22. November 2009 14:16
Ich bin grundsätzlich der Meinung, daß man heute kein Mikroskop mehr anschaffen sollte, das nicht von Anfang an auch zur Fotografie verwendet werden kann. Ebenso stand für mich fest, daß ich ein Bino wollte.
Ein Kauf im Internet erschien mir zu riskant, ich habe noch zu wenig Erfahrung. Wir sind deshalb an einem Wochenende nach Bonn gefahren und haben uns von Herrn Jülich beraten lassen.
Wir konnten mit verschiedenen Präparaten, Schnitt durch eine Schwarzkiefer, Radiolarien, Funguspräparat mit schönen Fäden die einzelnen Mikroskope testen.
Bonntec Praxis und Praxis plus
Hund Medicus und Hund H600
Zeiss Primostar und Zeiss Axiostar plus.
Wir haben uns dann näher mit den preiswerteren Bonntec Praxis, Hund Medicus und Zeiss Primostar beschäftigt und dann steht man zum Schluß vor der Frage, ob man den Mehrpreis für das Primostar ausgeben will oder nicht.

Ich habe übrigens nicht sehen können, ob ein Mikroskop endlich- oder unendliche Objektive benutzt, wohl aber, daß die Objektive im Medicus nicht randscharf sind. Dies war mir aber unter Berücksichtigung meiner später geplanten Fotografie wichtig. Es gibt das Medicus zwar auch mit Planobjektiven, doch dann wird es sehr viel teurer.
Was die Stabilität betrifft, da scheinen mir die Mikroskope von Hund unerreicht.

Entschieden hat dann zum Schluß der Preis. Man versucht, Unterschiede zum Primostar herauszufinden und dann muß man noch bewerten, ob diese Unterschiede den Mehrpreis rechtfertigen.
Das Bonntec Praxis hat keine justierbare Leuchtfeldblende, doch dafür über 500 Euro ausgeben?

Inzwischen bin ich auf mein Praxis eingefahren, die Hand findet blind an die Triebe, das Ganze ist vertraut. Ich habe den Kremer mitgenommen, er ergänzt das bereits vorhandene Leben im Wassertropfen. Ich werde jeden Tag besser.
Am Mikroskop gibt es nichts zu meckern. Ich bekomme ein sauberes Bild, der Kontrast läßt sich durch die Aperturblende gut optimieren, die Randschärfe ist viel besser als erwartet, die Linien meines Objektmikrometers zeigen erst dann einen roten Farbrand, wenn man schon fast den Bildrand berührt. Man darf nicht vergessen, daß man Plan-Achromate und keine Apochromate hat.
Es gibt Unterschiede zwischen den 4 Objektiven. Ich habe den Eindruck, daß das 4er etwas schwächer ist und daß das 40er am besten ist. Nun ist der Vergleich unterschiedlicher Objektive eine Aufageb für Profis, aber auch der Laie erkennt, daß dieses 40er besonders gut ist.
Das Öl-Objektiv benutze ich sehr selten, die Radiolarien sind zu dick und die Schönheiten der Mikrowelt erschliesse ich lieber mit dem 10er und dem 40er Objektiv.
Ich bin Brillenträger, was mich aber nicht hindert, das Mikroskop ohne Brille zu benutzen. Dann muß man die Dioptriendifferenz zwischen den beiden Augen einstellen. Ich benötige 2,5 Dioptrien, ein großer Wert. Trotzdem gelingt der Dioptrienausgleich mühelos, es bleibt sogar noch ein Stück Reserve.
Ich verzichte inzwischen darauf, beim Objektivwechsel die Kondensorhöhe zu korrigieren, die Korrektur der Aperturblende muß reichen und reicht auch. Beim Wechsel der Objektive muß ich aber die Schärfe regulieren und zwar um ca. 20 Mikrometer zwischen dem 10er und dem 40er. Unter den anderen Objektiven ist es weniger, das 40er Objektiv ist um geschätzte 15-20 Mikrometer zu lang.
Was die Präzision in der Horizontalen betrifft, so kann man damit zufrieden sein, die Bildmitte wandert eine Kleinigkeit hin und her, man korrigiert eine Kleinigkeit nach und dann paßt es schon.

Es gibt noch zwei Besonderheiten.
Der Tisch arbeitet anders als bei Hund oder Zeiss. Beim Verschieben der X-Achse kommt normalerweise eine Führungschiene heraus, nicht so beim Bonntec Praxis, da wird der Tisch durch einen internen Seilzug bewegt, das haben sie überzeugend gelöst.

Auf die Frage, würden Sie dieses Mikroskop noch einmal kaufen, kann ich mit ja antworten. Empfehlungen würde ich aber nicht aussprechen, sondern vielmehr raten, sich selber zu informieren und zu vergleichen. Vielleicht findet man die blauen LEDs am Zeiss Primostar schöner oder die satte Mechanik beim Hund.

Stephan Hoffmann
Thema Autor Klicks Datum/Zeit

Erste Erfahrungen mit dem Bonntec Praxis F

Stephan Hoffmann 2425 22. November 2009 14:16



In diesem Forum dürfen leider nur registrierte Teilnehmer schreiben.

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen