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Vixen VC200L

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Gustav Schmitt
03. September 2001 14:03
Jeder Amateurastronom, der mit der Zeit geht, kauft sich eine CCD-Kamera. Aber selbst bei teuren Exemplaren entspricht die Sensorfläche bestenfalls der Fläche einer kleinen Briefmarke. Die meisten Amateurteleskope können aber mindestens 20-30 mm Bildkreis ausleuchten.
Ich besitze ein Vixen VC200L. Zu dieser Optik ist ein spezieller Kameraadapter lieferbar mit einem vergrößerten Durchlaß. Als Kamera nutze ich eine Mittelformatkamera älteren Datums, die wir mit einigen Eingriffen an dieses VC200L adaptieren konnten. Die Ergebnisse sind ausgesprochen positiv. Nun ist es möglich, etwa 52 mm Bildkreis auszuleuchten. Das sind deutlich über 3°.
M31 hat bei unserem Himmel eine Ausdehnung von 2°20'. Dies ergibt bei 1800 mm Fokus eine Abbildung um die 45 mm. Das Ergebnis hängt
in unserem Büro, 40 x 40 cm aufgezogen.
NGC7000, der allseits bekannte Nordamerikanebel.
Beide Halbmonde von 6960 und 6962 gleichzeitig und mit feiner Zeichnung.
Die 4 Nebel im Orion, M42, M43 sowie die beiden nördlichen Nebel gehen fast komplett auf ein Bild.
Die Galaxienhaufen in der Coma
Die Emissionsnebel im Schützen und dem benachbarten Skorpion. Man sieht die ganze Region.

Etwas enttäuschend sind meine 6 x 6 Diaprojektionen. Die Projektionsoptik meines alten Liesegang produziert einen Farbfehler in den Randzonen, der vorher nicht auf dem Dia zu erkennen ist. Hier ist noch Handlungsbedarf.

Das VC200L ist für mich überzeugend. Die Aufhängung der optischen Komponenten ist robust, bisher wurde noch keine Nachjustage notwendig.
Die eingebaute Bildfeldebnungslinse produziert wirklich gute Ergebnisse.
Der Skysensor 2000 arbeitet bisher einwandfrei. Erstaunlich ist der hohe Stromverbrauch, der eine externe Energiequelle erfordert. Hier habe ich eine Motorrollerbatterie im Einsatz.

Zur Nachführung benutze ich eine ST4 am aufgesattelten ETX90. Die Adaption wird über eine Eigenkonstruktion sehr steif befetigt und erlaubt eine Verstellung in beiden Achsen um fast 2°. Das hat bisher immer gereicht, um einen Leitstern zu finden.

Ich muß immer zur Himmelsfotografie von Andernach am Rhein hinauf in die Eifel fahren. Nur dort kann man hoffen, einen Himmel für Langzeitfotografie zu finden. Versuche, direkt aus unserem Garten zu belichten, ertrinken im aufgehellten Hintergrund. Wer also wie ich zu den zierlichen Zeitgenossen gehört, muß bei der Auswahl seines Teleskopes auch die Transportfrage überlegen.
Meine Ausrüstung läßt sich in insgesamt 4 Traglasten zerlegen. Die Einzelgewichte schwanken zwischen 9,4 KG und 12,3 KG. Dies ist den meisten Bandscheiben zumutbar.

Der Einsatz einer Mittelformatkamera erlaubt Aufnahmen ausgedehnter Objekte in einer ordentlichen Auflösung. Besonders bei der Vergrößerung vom Negativ sind die Vorteile evident. Selbst bei einer Kantenlänge von nur 40 mm verdoppelt sich die belichtete Fläche im Vergleich zum KB-Format. Von bezahlbaren CCD-Kameras ganz zu schweigen.

Gustav Schmitt
Thema Autor Klicks Datum/Zeit

Vixen VC200L

Gustav Schmitt 3540 03. September 2001 14:03



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