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Mein neues Fernglas für die Milchstrasse

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Bernd Sommerfeld
12. Juli 2010 23:01
Ich war die Genickstarre bei der Himmelsbeobachtung mit meinen normalen Ferngläsern leid und habe mir ein Vixen BT80M gekauft. Das habe ich in den vergangenen Wochen ausgiebig probieren können. Hier sind meine Erfahrungen.

Das BT80M ist die Kombination zweier Fraunhoferteleskope mit 80 mm Öffnung und 900 mm Brennweite. Bei diesem Öffnungsverhältnis darf man ein weitgehend farbsaumfreies Bild erwarten. Um es vorweg zu sagen, diese Erwartung wird nicht ganz erfüllt, die Porro2-Prismen spielen nicht mit. So ist dieses Doppelteleskop entgegen ersten Erwartungen nicht für die hohen Vergrößerungen geeignet, zum Glück ist dies kein wirklicher Nachteil, wer überwiegend Planeten oder den Mond beobachten möchte, dem sei ein anderes Instrument empfohlen.

Aber weiter im Text.
Ich habe ein paar Okulardubletten durchprobiert, man sollte bei ca. 10 mm Okularbrennweite Schluß machen, dann hat man 90fache Vergrößerung, die läßt sich noch gut bewegen und der Farbsaum ist für mich jedenfalls noch kein Thema.
Aber viel interessanter als diese Maximalvergrößerung ist die Beobachtung kleinerer Nebel bei 65facher Vergrößerung. Man arbeitet sich von Messier zu Messier, durchstreift die Milchstrasse und wundert sich nach einer halben Stunde, wie mühelos beidäugiges Sehen ist. Natürlich gehört zum entspannten Sehen mehr dazu als ein zweites Okular, das ganze Handling muß stimmen und ebenso die Körperhaltung. Da wird man feststellen können, dass der 45°-Einblick bis zu einer Höhe von ca. 60° paßt, erst weit höher beginnt es anstrengend zu werden und nur die zenitnahen Objekte werden dann ungemütlich. Das heißt an einem Sommerabend lieber M18/M20 als M13/M57.
Aber natürlich habe ich mir auch die unbequehmen Beobachtungsobjekte angetan und selbstverständlich habe ich auch aus dem Mond und den sichtbaren Planeten herausgequetscht, was möglich war, nur um danach zu wissen, dass diese anstrengende Art der Beobachtung nicht zum Fernglas paßt.
Welche Okulare wird man benutzen?
Ich habe versuchsweise einmal 40 mm Okulare probiert, einfach um mal zu testen, ob die Objekte heller würden. Dies ist bei unserem hellen Sommerhimmel nicht der Fall.
Was dagegen gut funktioniert sind die 32mm Meade SPL. Man hat knapp 30fache Vergrößerung und damit wandert man durch die südliche Milchstrasse im Skorpion und im Schützen. Das Einblickverhalten ist angenehm, die gut sichtbaren Nebel laden zur genaueren Beobachtung ein. Dieses preiswerte Okularpaar ist ideal.
Die getesteten Meade SPL 26 mm kann ich dagegen nicht empfehlen, dann sollte man einen etwas größeren Sprung machen und 20 mm = 45fach wählen. Jetzt wird der helle Sommerhimmel entscheidend dunkler und die offenen Sternhaufen zeigen ihre punktförmigen Sterne auf schwarzem Hintergrund.
Natürlich habe ich auch die Vixen LVW 22 mm probiert, es funktioniert aber nicht gut, die Okulare sind einfach zu schwer für die Porro2-Prismen.
Lohnt der Einsatz von Nebelfiltern? Naja, auf einmal sind die Sterne verschwunden und dafür sind einige Nebel etwas plastischer. Dumm nur, dass unser Starhopping ohne erkennbare Sternbilder so schwierig wird.

Ich bin mit meinem neuen Doppelteleskop = Feldstecher sehr zufrieden, es bietet jeden Menge Beobachtungsspaß auch wenn man nicht mit Extremwerten punkten kann. Es ist nichts für den jungen Studenten, man muß schon ein gewisses Alter erreichen, aber dann wird man die gebotene Leistung würdigen.

Bernd Sommerfeld
Thema Autor Klicks Datum/Zeit

Mein neues Fernglas für die Milchstrasse

Bernd Sommerfeld 3195 12. Juli 2010 23:01

Re: Mein neues Fernglas für die Milchstrasse

Oliver H. 1667 15. Juli 2010 19:54



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