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Frank Minneroth
16. September 2007 09:14
Ein normales Fernglas ist für die ausdauernde Himmelsbeobachtung ungeeignet!
Gegen die Übermüdung der Arme hilft ein Stativ.
Gegen die zunehmenden Schmerzen im Schulter-Halsbereich hilft.
[www.juelich-bonn.com]

Ich wurde im Sommer 2006 auf diese Konstruktion aufmerksam und habe nach einem sehr informativen Meinungsaustausch mit Herrn Jülich bestellt.

Bei mir kommt der Umlenkspiegel mit folgenden Gerätschaften zum Einsatz.
Manfrotto Stativ 028, Manfrotto Getriebeneiger 405, Zeiss Victory 10x56 FL.

Damit sind dann auch die einzigen Nachteile beschrieben, es wird recht schwer und ein normaler Neiger ist nicht zu empfehlen, man braucht Präzision und Sicherheit.
An das gespiegelte Bild hat man sich schnell gewöhnt, ebenso an die ungewohnte Einblickhaltung. Sie werden sicher lesen wollen, wie es mit dem Handling und der Bildqualität bestellt ist.
Man kann die Spiegelhöhe und den Fernglasabstand stufenlos einstellen. Das geschieht nach dem Lösen der Klemmschrauben durch einfaches Verschieben. Der Vorgang ist in wenigen Minuten erledigt, dann kann es losgehen.

Die entscheidende Frage lautet, wie viel Qualität geht verloren. Wenn man auf zenitnahe Objekte verzichtet, dann läßt sich dieser Test als A/B-Vergleich mit kleiner Zeitspanne überprüfen.

An flächigen Objekten, wie M31, M42, sowie den tiefstehenden M8-M20 ist mit meiner Testmethode kein Unterschied zu erkennen. Das mag im direkten A/B-Vergleich mit zwei Victorys anders ausgehen, spielt aber für mich keine Rolle, denn wenn ich aus dem Gedächnis nach 2-3 Minuten keinen Unterschied erkennen kann, dann ist er nicht groß. Man darf auch nicht vergessen, daß die beiden Bilder zueinander gespiegelt sind, das macht den Vergleich nicht leichter.

Sterne werden geringfügig schlechter wiedergegeben. So kenne ich es auch bei meinem Zenitspiegel am Teleskop und das habe ich auch erwartet. Helligkeitsverlust muß da sein, aber Sehen im Sinne von reduzierter Grenzgröße konnte ich es nicht. Herr Jülich gibt für den Spiegel ca. 90% Reflektivität an, dann fehlen mir 10% Licht, sichtbar nur, wenn meine AP diese 10% nicht ausgleichen kann.

Fernglasbeobachter werden jetzt schlucken, wenn ich erzähle, daß ich bei den meisten Beobachtungen gemütlich auf einem gepolsterten Hocker sitze und mit gerader Halswirbelsäule und ohne jede Anstrengung beobachte. Das waren in dieser Nacht einige Intervalle von 10-20 Minuten Dauer. Die überragende Leistungen dieses Victory FL können nur so ausgekostet werden. Das Beobachten in entspannter Körperhaltung durch ein absolut ruhiges Glas gibt mir erst die Möglichkeit, dieses Glas wirklich auszunutzen.
Der gründliche Spaziergang durch die Milchstraße kostet mich so viel Zeit, die hätte ich ohne entspannte Körperhaltung niemals aufbringen können.
Ich kann jetzt auch genauer bestimmen, wie stark die Randunschärfe beim Victory ist, nämlich ca. 10% zum Rand hin, ein toller Wert.

Dies ist nicht der erste Umlenkspiegel, mit dem ich beobachten konnte. Er ist aber von einer anderen Qualität und Stabilität, sodaß ich ihn wirklich empfehlen kann. Zur Zeit ist er allerdings ausverkauft, das vorhandene Spiegelmaterial wurde verbraucht. Sollte sich Herr Jülich entscheiden, noch einmal eine Serie aufzulegen, dann sollten Sie sich das Ding einmal vorführen lassen.

Frank Minneroth
Thema Autor Klicks Datum/Zeit

Umlenkspiegel

Frank Minneroth 3003 16. September 2007 09:14

Re: Umlenkspiegel

Karlchen 2051 17. September 2007 00:08

Das Geld ist gut angelegt.

Frank Minneroth 1396 20. September 2007 19:15

Nachfrage reicht nicht für eine größere Serie

Raimund Nickel 1815 01. Oktober 2007 15:24



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