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Vixen 114M für Einsteiger

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12. März 2001 15:10

Zu meiner Überaschung erhielt ich vor ein paar Jahren ein astronomisches Teleskop, ein 114 mm Newton von Vixen, zu
Weihnachten geschenkt. Meine beiden Töchter hatten sich dies ausgedacht. Nur hatte ich mir ein anderes Teleskop vorgestellt,
irgendwie größer, leistungsfähiger.
Ich erfragte also den Händler um dort wenig später zu erscheinen. Ja natürlich könnte ich das Teleskop umtauschen, was ich denn
gerne hätte. Nun gibt es ja die unterschiedlichsten Konstruktionen, viel mehr, als ich mir vorgestellt hatte. Der Händler schien leicht amüsiert, meine Töchter hätten ihn schon vorgewarnt. Er hatte ein paar Aufnahmen da, die seine Kunden mit kleinen Teleskopen gewonnen hätten. Bewaffnet mit einem Stapel Unterlagen zog ich etwas irritiert wieder ab.

Ich habe dann das Teleskop behalten.
Beim Vixen GP-E 114M handelt es sich um ein klassisches Spiegelteleskop nach Newton. Die Brennweite beträgt 900 mm. Der
Hauptspiegeldurchmesser beträgt 114 mm. Der Hauptspiegel ist aus einem speziellen Glas "Pyrex" die reflektierende Schicht ist
Aluminium. Da dieses Aluminium ungeschützt schnell zerstört wird, dampft man auf dieses noch eine Schutzschicht aus Quarz. So soll die Reflexionsfähigkeit des Spiegels mindestens 10 Jahre halten. Der Okularauszug ist aus Metall. Dies ist keineswegs immer so, vielfach wird Plastik eingesetzt um Geld zu sparen. Die parallaktische Montierung ist an Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Jeder Versuch, einen Punkt auf der Erde zu erreichen, artet in ungeschickte Schwencks aus. Am Himmel aber erkennt man rasch die Vorteile. Man richtet die Montierung so aus, daß die Verlängerung der Stundenachse ziemlich genau in Richtung Nordpol zeigt. Eine Drehung um diese so eingestellte Achse kompensiert dann die Erddrehung. Ein einmal eingestelltes Objekt wird durch leichtes Drehen dieser Achse immer wieder gefunden werden. Behauptet die Theorie. Wenn man es einmal begriffen hat, geht es wirklich ganz einfach. Hilfreich ist es, tatsächlich einmal das Handbuch zu studieren, es steht alles sehr genau und anfängergerecht drin.

Was kann man von diesem Teleskop den erwarten.
Ich habe damals zuerst den Mond beobachtet. Der Anblick ist überwältigend. Meine Vorstellung wurde übertroffen. Der Mond besteht nur aus Kratern. In den großen Kratern sind häufig weitere kleine Krater. Der Mond ist schon erstaunlich. Er ist auch verdammt hell, man wird geblendet. Dagegen gibt es dann Dämpffilter.
Man lernt auch sehr schnell, daß die Krater am besten an der Hell- Dunkelgrenze zu beobachten sind, dem Terminator.
Ich habe mittlerweile sicher mehr als 100 Stunden nur den Mond betrachtet. Vergrößerungen ausprobiert, Helligkeitsstufen getestet, mein Teleskop kennengelernt.

Genauso beeindruckend ist der Saturn. Er ist einfach ästhetisch ein Genuß. Der Ring verleiht ihm etwas räumliches, dreidimensionales. Da schwebt ein Planet mit seinem großen Ring. Mit etwas Erfahrung erkennt man dann noch mehr Einzelheiten,
Cassiniteilung, Monde usw. aber der erste Anblick hat mich irgendwie gepackt. Astronomie hat etwas ungeheuer beeindruckendes.
Man sitzt in seinem Garten, bemerkt weder die Rückenschmerzen, noch die Kälte und ist ganz gefangen.

Ich hatte mittlerweile einige Gelegenheiten, durch andere, größere Teleskope zu sehen. Doch für meinen Garten und meine Erfahrung ist der kleine Spiegel schon OK. Sehr wichtig erscheint mir neben der Größe die Qualität. Man wird mit sehr viel Mechanik konfrontiert, die ordentlich laufen muß.

Ob ich jemals so fanatisch werde, um zur Beobachtung bis in die Pampas zu fahren, vermag ich nicht zu sagen. Zur Zeit bin ich jedenfalls mit meiner Gartenbeobachtung zufrieden.

Sebastian Fischer

Thema Autor Klicks Datum/Zeit

Vixen 114M für Einsteiger

Sebastian Fischer 3309 12. März 2001 15:10



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