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Vixen 102 FL versus VC200L

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Hans Dieter Dehn
05. März 2001 18:05

Ich besitze einen Vixen 102ED Refraktor mit dem ich sehr zufrieden bin.
Lediglich bei der Fotografie kleinerer Objekte fehlt mir etwas Abblindungsgröße.
So habe ich mir ein GP-DX VC200L bestellt, die kleinere Ausrüstung aber behalten.

Beide Instrumente haben das gleiche Öffnungsverhältnis. Doch schon nach wenigen Aufnahmen war klar, daß auch bei der Deep-Sky- Photographie Größe vorteilhaft ist.
So ist es mit 1800 mm Brennweite leicht möglich, den Zentralstern in M57 zu erkennen. Außerdem ist der Ring deutlich strukturiert.
Mit der kleinen Optik zeigt der Ring viel weniger Einzelheiten, der Zentralstern ist nicht wirklich sichtbar.
Aufnahmematerial in beiden Fällen 400er bzw. 1000er Kodak.
Einige Effekte sind zwar eigentlich klar, ich hatte sie aber nicht bedacht.

Im Vergleich der Geräte schneidet die kleine Kombination Tubus/Montierung besser ab.
Die DX ist stabiler, aber leider nicht so stabil, um den dicken Tubus des VC völlig ruhig genug zu halten. Ich hatte mir das nicht so
vorgestellt.
Völlig übersehen hatte ich auch, daß natürlich die Balance zwischen Objekt und Vordergrundsternen beim größeren Teleskop
anders ist. Die punktförmigen Sterne werden mit zunehmender Öffnung heller, die Hintergrundobjekte nur größer.

Ebenfalls übersehen habe ich die gestiegenen Anforderungen an die größere Optik. Die Auskühlzeit kann bis zu 45 Minuten dauern, das Gewicht ist viel höher, auch die Montage erfordert mehr Aufwand.

Die Leistungssteigerung an Planeten rechtfertigt den Kauf eines VC200L nicht. Man bemerkt bei geringen Vergrößerungen Störungen
durch die Fangspiegelsstreben, bei hohen Vergrößerungen verschwindet der Effekt. Allerdings dominiert meistens ungenügendes Seeing.
Hier kann ich jedem das 102ED empfehlen, dem Seeingeinflüsse kaum anzumerken sind und das an Planeten sehr beeindruckend ist.

Überzeugend ist das VC200L besonders bei der Beobachtung kleiner und kleinster entfernter Objekte, hier wurden meine Erwartungen voll erfüllt.
Bei aller Kritik an den dicken Fangspiegelstreben möchte ich betonen, daß ich das VC200L erst einmal justieren mußte. Hier zahlt sich dann die Stabilität aus.

Unangenehm überrascht bin ich von der GP-DX. Langzeitaufnahmen gelingen nur, wenn kaum oder kein Wind geht.
Jetzt bin ich immer gezwungen, meine optimale Beobachtungsposition zu verlassen und einen windgeschützten Kompromiss aufzusuchen.
Wahrscheinlich werde ich die Montierung zähneknirschend gegen die Atlux in Zahlung geben.

Es wäre sicher für Vixen von Vorteil, eine Montierung zwischen die DX und die Atlux zu positionieren. Die sollte dann mit Skysensor etwa 7500 DM kosten und wäre bestimmt ein Verkaufsschlager.

Hans Dieter Dehn

Thema Autor Klicks Datum/Zeit

Vixen 102 FL versus VC200L

Hans Dieter Dehn 4384 05. März 2001 18:05



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