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Mikroskope: Kaufberatung

Was verstehen wir unter einem Mikroskop

Ein Mikroskop dient zum Betrachten sehr kleiner Objekte oder Strukturen. Im Prinzip besteht ein Mikroskop aus zwei Sammellinsen bzw. Linsensystemen, dem Objektiv und dem Okular, deren Abstand untereinander viel größer ist, als die Summe der beiden Brennweiten. So oder ähnlich steht es im Physikbuch, z.B. im Bergmann-Schaefer Band Optik. Hier machen wir es uns etwas einfacher. Mikroskope bestehen aus:

  • dem Objektiv, beim einfachen Stereomikroskop sind es zwei, für jedes Auge eins
  • dem Okular, oder den Okularen falls man mit beiden Augen betrachten möchte
  • einer Mechanik zum Einstellen des Abstandes zwischen Objekt (Präparat) und Objektiv
  • einer Mechanik zum Anpassen des Augenabstandes und zum Ausgleich der Sehstärke unserer Augen
  • ein stabiles Stativ, das die einzelnen Komponenten aufnimmt
  • eine Beleuchtung

Dies kann je nach Verwendungszweck und Einsatzbereich beliebig kompliziert werden und wird dann noch durch weitere Komponenten ergänzt.

Der Anfänger unterschätzt gerne die Anforderungen an Präzision und Langlebigkeit der Mechanik. Er erwartet von seiner Mikroskopoptik Auflösungen im tausendstel Millimeterbereich, daß dann aber die Mechanik entsprechend feine Einstellungen zulassen muß, wird häufig übersehen. Fazit, ein gutes Mikroskop ist eine intelligente Zusammenstellung von feinoptischen und feinmechanischen Komponenten auf Spitzenniveau.

Manch ein private Einsteiger wird hier häufig Kompromisse machen wollen, die Anschaffung wird sonst zu teuer. Wir haben aber bei den Einsteigermodellen auch auf mechanische Solidität geachtet und der Service kommt auch nicht zu kurz.

Der professionelle Anwender kann grob in zwei Bereich eingeteilt werden:
  • Mediziner, Biologen, Laboranwender oder Forscher haben meist ein genau definiertes Anforderungsprofil und einen hohen Qualitätsanspruch. Für diese Kundengruppe bieten wir aus dem Hause Hund oder Zeiss Mikroskope an, die nach dem Baukastenprinzip genau den Anwenderwünschen angepaßt werden können. Diese basieren auf jeweils einem Grundstativ (z.B. Labormikroskop, Umkehrmikroskop, Kursmikroskop), zu dem die benötigten Beleuchtungen, Objektive, Okulare, Objektführer, Kondensor - Objektivkombinationen, Filter, Foto- und Videoausrüstungen zur Demonstration und Dokumentation sowie weitere Zubehörteile ergänzt werden.
  • Neue Anwender kommen häufig aus der Zulieferindustrie. Sie arbeiten für große Konzerne und werden dann mit Qualitätssicherung und Wareneingangskontrolle konfrontiert. Zusätzlich muß jede Untersuchnung dokumentiert und archiviert werden. Zusätzlich zum Mikroskop werden Kamera und Software für Mess- und Dokumentationszwecke benötigt. Größere Bilddatenbanken erfordern geeignete Server und Datenbanken. Wir decken als IBM-Businesspartner auch diesen Bereich ab und können entsprechende Systeme anbieten und betreuen.

Für die Untersuchungen, die kein komplettes Mikroskop erfordern, bieten wir eine Vielzahl von kleinen und leichten monokularen Meßmikroskopen an.

Für anspruchsvolle Auflichtuntersuchungen bei hohen Vergrößerungen können wir auch Auflichtmikroskope anbieten, die eine Objektbeleuchtung direkt durch die Objektivoptik erlauben und so sehr geringe Beobachtungsabstände zulassen. Hier möchten wir die Auflichtmikroskope aus dem Hund-Programm hervorheben. Sowohl auf die Modelle mit V-Stativ als auch auf die großen H600 kann man mit wenigen Handgriffen verschiedene hochwertige Auflichtilluminatoren ( AL abgekürzt) anbringen. Als Lichtquelle kann man zwischen extern angeflanschtem Lampenhaus, externer Kaltlichtquelle oder LED wählen. In der Kombination mit gleichzeitigem Durchlicht kann man auch schwierige Präparate optimal ausleuchten, was sich besonders bei halbdurchsichtigen Stoffen, zum Beispiel Kunststoff-Fasern, Papier und Geweben bewährt. Der Erfolg des Hund H600 Mikroskopes in der Industrie wäre ohne diese AFL-Varianten so nicht möglich gewesen.

Mit der neuen Discovery-Serie von Zeiss stehen nun zum ersten Mal Stereomikroskope zur Verfügung, die auch in sehr hohe Vergrößerungsbereiche vordringen können und in sehr vielen Fällen die optimalen Mikroskope für Industrielle Anwendungen und Forschungslabore sind. Viele Funktionen können motorisiert werden, dadurch wird eine ausgezeichnete Reproduzierbarkeit und ein schnelles Arbeiten ermöglichst.

Studierende und Schüler benötigen meist ein einfaches Universalgerät, das auf die Anforderungen des jeweiligen Studienfaches ausgerichtet ist. Hier wird meist sehr preiskritisch entschieden und dabei eine etwas schlechtere mechanische und optische Qualität in Kauf genommen. Auch wird auf eine weitere Aufrüstbarkeit gerne verzichtet. Das Anforderungsprofil definiert dabei den grundsätzlichen Aufbau (Mikroskop, Stereomikroskop oder Lupe). Preiswerte Mikroskope sind nur für Durchlichtarbeiten im Hellfeld geeignet, setzen also im Normalfall eine Präparation der Objekte voraus. Hier bieten wir als einfachstes Modell das monokulare Mikroskop BonnTec Primo mit Durchlichtbeleuchtung und Vergrößerungen von 40 bis 400 fach. Besser ausgestattet und als Kursmikroskop geeignet ist das BonnTec Student mit einem Monotubus, einer eingebauten 15W Beleuchtung drei Objektiven und Vergrößerungen von 40 bis 400fach.

Als preiswerte Stereolupen ohne Beleuchtung können wir ein Modell mit 20fache Vergrößerung anbieten. Wer etwas mehr investieren kann, sollte sich die Stemi-Modelle von Zeiss anschauen.

Zur Ausstattung von Schulen und den Kurssälen der Universitäten sollte man schon Geräte wählen, mit denen die gebräuchlichen Mikroskopiertechniken, hier insbesondere das Köhlern, erlernt werden können. Besonders für diesen Einsatzbereich wurde mit dem Hund Basis ein perfekt geeignetes, ausbaufähiges Modell entwickelt, das wir gesondert vorstellen.

Sollten Sie sich für eines dieser Geräte interessieren, nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf.


© Optische und elektronische Geräte Jülich,  Bonn