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Kurzcharakterisierung „Bushnell Elite 8x43“

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16. März 2009 17:57
Da ich über das letzte Wochenende ein Bushnell Elite 8x43 zur Messung des scheinbaren Sehwinkels zur Verfügung hatte, konnte ich dieses Fernglas auch hinsichtlich anderer Eigenschaften einer Prüfung unterziehen. Da ich aber momentan zu wenig Zeit habe, einen umfassenden Erfahrungsbericht zu schreiben, wollte ich doch zumindest eine kurze Charakterisierung schreiben, um dieses Fernglas den Lesern dieses Forums vorzustellen. Ich beschränke mich auf die wesentlichsten Eigenschaften:

Das Bushnell Elite 8x43 mit offener Knickbrücke nach Swarovski-EL-Vorbild, aber nur für zwei Finger groß genug, ist ein für seine Daten ungewöhnlich kompaktes (Länge 140 mm) und leichtes Fernglas (ohne Zubehör 660 g) mit durchaus guter Mittenschärfe, aber wegen sehr starker Bildfeldwölbung bereits ab ca. 50% Bildhöhe merklich abfallender Randschärfe und nur mäßig großem Sehwinkel (typisch für viele der auf „unsurpassed quality“ Anspruch erhebende, aber dann dieses Versprechen doch nicht ganz einlösende amerikanische Ferngläser). Die Farbsäume sind etwas stärker als bei den Topmodellen. Bei Gegenlicht (Halogenlampe) konnte ich kaum störendes Falschlicht feststellen. Das mit 124 m angegebene Sehfeld auf 1000 m kann bei dem von mir gemessenen SSW von 53,1° und einer geschätzten kissenförmigen Verzeichnung um +5% nicht erreicht werden; es dürfe eher bei ca. 119 m liegen. Bezüglich der Bildhelligkeit nimmt Bushnell den Mund ebenfalls zu voll mit der Behauptung „With 90% light transmission through the entire optical system, they’re the brightest binoculars in their class“. Tatsächlich erweist sich das Glas bei meinem Papiertest als erkennbar dunkler als die Leisski-Gläser mit dielektrischer Prismenverspiegelung, und der leicht warme Ton ähnelt sehr dem der Nikon-HG-L-Gläser, weshalb ich eine Silberverspiegelung vermute. Ich konnte dazu jedoch keine Angaben von Bushnell finden.

Auffällig ist der sehr große AP-Längsabstand, der mich zwang, die Drehaugenmuscheln um knapp 5 mm herauszuziehen, um mit Brille (-5 dpt) das volle Sehfeld ohne dunkle Schatten („Kidney-Beaning“) zu überblicken. Also eher ein Fernglas für Weitsichtige (ab ca. +5 dpt), die mit Brille beobachten wollen. In der von mir benötigten Zwischenposition rasten die Augenmuscheln nicht ein, und wenn man sie fester und öfter gegen die Brillengläser drückt, schieben sie sich wieder langsam ein. Die Steigung des Drehaugenmuschegewindes ist so hoch, daß man zum Herausziehen nicht drehen darf, sondern ziehen muß. Wenn man dreht, meint man erst, daß das Gewinde klemmt, und wenn man mehr Kraft aufwendet, schraubt man die Metallhülse ab.

Für mich ungewohnt ist die „falsche“ Drehrichtung der Fokussierwalze (für die Ferne gegen den Uhrzeigersinn, für die Nähe im Uhrzeigersinn zu drehen), an die sich aber gewöhnen kann, wer nur dieses eine Fernglas benutzt. Die Nahgrenze liegt bei knapp 2,4 m. Positiv hervorzuheben ist das Innengewinde für einen Stativadapter unter einer abschraubbaren Kappe am vorderen Knickbrückenscharnier.

Das Bushnell sieht gut aus und ist recht handlich. In Deutschland wird es knapp unter 1000 Euro angeboten.

Walter E. Schön
Thema Autor Klicks Datum/Zeit

Kurzcharakterisierung „Bushnell Elite 8x43“

Walter E. Schön 6073 16. März 2009 17:57

„Bushnell Elite 8x43“ - Leicht und eng ...

marc champollion 1611 16. März 2009 21:24

Re: „Bushnell Elite 8x43“; tolle Worte

JC_4 1566 18. März 2009 17:53

Re: Kurzcharakterisierung „Bushnell Elite 8x43“

Pseudemys 1234 12. Mai 2012 15:53



Dieses Thema wurde beendet. Eine Antwort ist daher nicht möglich.