Willkommen! Anmelden Ein neues Profil erzeugen

Erweiterte Suche

Fernglaserfahrung als "Einarmiger"

Juelich-Logo

 
deutsch  english  franais  chinese
Impressum
 
Forumregeln
 
Lupen
Mikroskope
Schulung
Messtische
Mess-Software
Mikroskopierdienst
Mikroskopservice
Sonderanfertigungen
 
Ferngläser
Spektive
Teleskope
Stative
Globen
 
Sonderposten
Veranstaltungen
Forum
Testberichte
 
AGB
Kontakt

 

Gunnar
14. Juni 2007 09:57
Vor ein paar Monaten hatte ich einen Zusammenstoß mit einem Fahrrad. Das Ergebnis war eine Fraktur des Schulterblattes, dann kamen noch ein paar Bakterien hinzu, kurz gesagt, die Beweglichkeit eines Armes ist eingeschränkt. Interessant ist dann, ob und wie man mit einem Arm ein Fernglas halten kann.
Mir stehen zur Zeit ein 8x20 und ein 8x32, beide Zeiss zur Verfügung, sowie leihweise ein Canon 10x30 IS.

Einhändig bedeutet, Augenabstand einstellen, Augenmuscheln herausziehen, Fokussieren und schließlich auch ruhig halten.

Die Erfahrungen der vergangenen Wochen kann man wie folgt beschreiben.
Zeiss Victory 8x20.
Hier gibt es massive Probleme mit der Dioptrienverstellung, ich kann dies nicht mit einer Hand erledigen, ich gehe iterativ vor und klemme das Glas zwischen die Knie.
Das Fokusrad könnte einen Tick größer sein, beim Verstellen kommt immer etwas Unruhe und man verliert leicht das Objekt aus dem Sehfeld.
Wunderbar leicht läßt sich der Abstand zwischen beiden Augen einstellen und korrigieren, ebenfalls gut lassen sich die Augenmuscheln verschieben.
Die Bildunruhe ist vertretbar, ich kann dieses Glas für den einarmigen Gebrauch am Tag empfehlen.

Zeiss Victory 8x32.
Die Dioptrienverstellung ist zwar eleganter gelöst, aber einhändig geht es auch hier nicht. Die Kräfte zum Einstellen der Knickbrücke sind für eine Hand zu hoch, zum Verstellen drücke ich gegen eine Unterlage. Die Augenmuscheln können nicht beim Beobachten verstellt werden, Halten und Drehen geht gleichzeitig nicht. Das Bild ist mindestens so ruhig wie bei kleinen 8x20, nach wenigen Minuten nerven die Haltekräfte und es kommt zu Zitterbewegungen mit geschätzten 1-2° Amplitude.

Canon 10x30 IS.
Miese Augenmuscheln, große Kräfte beim Einstellen des Augenabstandes, ergonomisch schlecht erreichbarer Fokusknopf, aber dafür stabilisiert!
Das Canon kämpft mit einem Handikap, es müßte ein 8x30 sein, damit man nicht ständig die Entfernung korrigieren muß, davon abgesehen liefert es ein sehr ruhiges und weitgehend zitterfreies Bild. Nach ein paar Minuten, wenn die Amplituden zunehmen, überschreitet die Amplitude der Zitterbewegungen den Regelbereich, es kommt dann zu einer Mischregelung, einige Ausschläge werden gut bedämpft, bei einigen Ausschlägen gibt es keinen Unterschied zwischen stabilisiert und nicht stabilisiert, es gibt aber auch ganz wenige Ausschläge, bei denen sich die Stabilisierung negativ auswirkt.

Das 14x40 Fujinon habe ich mir erspart.

Untern Strich schneidet das 8x20 noch am besten ab.

Gunnar
Thema Autor Klicks Datum/Zeit

Fernglaserfahrung als "Einarmiger"

Gunnar 3504 14. Juni 2007 09:57

Re: Fernglaserfahrung als "Einarmiger"

G. Strakeljahn 1082 25. Juni 2007 13:51

Re: Fernglaserfahrung als "Einarmiger"

Gunnar 1106 25. Juni 2007 19:50

Re: Canon mit einer Hand!

Dietmar Streib 990 25. Juni 2007 21:42

Re: Fernglaserfahrung als "Einarmiger"

Holger 1074 25. Juni 2007 21:08



In diesem Forum dürfen leider nur registrierte Teilnehmer schreiben.

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen