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Erfahrungsbericht Zeiss Conquest 10x50

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Erwin Doll
10. April 2007 23:57
Dies ist mein erster Beitrag und gleich ein kleiner Erfahrungsbericht.
Ich bin 57 Jahre alt und benötige eine Brille wegen Weitsichtigkeit und Zylinder links.

Das Glas habe ich mir angeschafft, weil ich Wildschweine, Rehe und Waschbären beobachten möchte, die sich bei uns auf der Wiese bis nah an das Haus zu schaffen machen. Ich habe noch ein zweites Glas ein Zeiss 10x40 von 1989, so habe ich einen Vergleich.

Ich beobachte auf einen Abstand von 20 bis 100 Schritte, etwas von oben herab. Bei bedecktem Himmel kommt etwas Licht aus Kassel, das reicht aus, um mit dem Conquest die Spuren auf der Wiese zu erkennen, schwarze Streifen auf dunkelgrauen Feld. Bei Mondlicht und klarem Himmel sind die Bedingungen besser, manchmal gibt es einen feuchten Schimmer, wenn der Tau im richtigen Winkel beleuchtet wird.
Das alte Zeiss 10x40 dringt nicht so weit durch, Mondlicht reicht aus, aber bei bedecktem Himmel sieht man überhaupt nichts, es ist wie man so schön sagt, stockfinstere Nacht.
Die Tiere kann man bei Mondlicht sehr gut erkennen, man kann sie auch hören, sogar die Rehe. Schwieriger ist es bei bedecktem Himmel, da sind die Wildschweine nur zu sehen, wenn sie sich bewegen, aber wenn man lange genug aushält, sieht man manchmal bis zu 15 Stück.
Rehe kann man einerseits wegen der hellen Abzeichen besser erkennen, aber andererseits stehen sie oft mehrere Minuten auf der Stelle und wenn sie dann falsch herum stehen, bemerkt man sie nicht. Waschbären sind leicht zu erkennen, sie kommen meistens zu zweit oder zu dritt und laufen hintereinander her. Sie gehen in einen Verschlag, aber da bleiben sie nicht lange, er ist zu ungemütlich.

Somit war für diesen Zweck der Kauf ein Erfolg. Ich nehme das Conquest aber auch oft mit auf meine Spaziergänge, weil besonders im Wald habe ich einige Stellen, da ist es ganz extrem dunkel und da reicht das große Glas ein Stück weiter hinein. Neben den genannten Tieren beobachte ich oft an einem kleinen Teich die Brutvögel und aus der Nähe an einem Südhang Eidechsen.
Vor dem Kauf habe ich lange überlegt, ob ein Conquest für mich das richtige Fernglas ist. Ich habe die Alternativen geprüft und mich dann entschieden, daß mir das Conquest mehr Vorteile als Nachteile bringt. Neben dem günstigen Preis nenne ich hier das Gewicht, denn wenn man längere Strecken zu Fuß bewältigen will, sollte man das Gewicht beachten. Die Nachteile sind auch klar, ich habe ein kleineres Feld, man riskiert dabei, das Ziel zu verfehlen oder nicht alle Tiere gleichzeitig zu sehen.
Nachdem ich auf diese Seiten hier gestoßen bin und ihre Berichte gelesen habe, habe ich auch noch systematisch geprüft.
Das Conquest ist brillentauglich, das Sehfeld ist mit und ohne Brille gleich.
Das Conquest hat einen Nahbereich von ungefähr 3,5 Meter, das reicht für Libellen aus.
Das Conquest zeigt bei Gegenlicht einen ca. halbkreisförmigen Reflex, der wie ein schwacher Nebel wirkt. Wenn man diese Verhältnisse hat, muß man mit nachlassendem Kontrast rechnen. Diese Situation stört am Tag nicht, wohl aber bei Vollmond in der Nacht.
Das Conquest ist nach der Methode von Walter E. Schön heller als mein Zeiss 10x40. Ich habe nicht den Eindruck, daß es verfärbt.
Das Conquest ist nicht randscharf. Für mein Gefühl ist der Innenbereich von ungefähr 70-80% sehr gut und danach fällt es zum Rand ab. Das kann man auch am Tag feststellen, man braucht nur einen Telegrafendraht rechtwinklig zur Sehachse. Der Draht ist im Zentrum scharf, am Rand nicht. Will ich den Rand scharfstellen, so muß ich dazu den Dioptrienausgleich um ungefähr 50-60% verstellen. Das sollten dann 2 Dioptrien sein und natürlich ist dann die Mitte unscharf.
Der Drahttest zeigt auch den Farbsaum. Ich war ganz erstaunt, daß dieser sehr klein ist und wirklich nur am Rand auftritt.

Ich bin schon ein paarmal mit dem Glas in richtiges Mistwetter geraten. Dabei gab es keinen Wassereinbruch. Beim alten 10x40 konnte es schon mal passieren, daß man nach so einem schlimmen Guß eine Spur Wasserdampf im Okular sehen konnte, trotz Gummiarmierung.

Vor dem Kauf habe ich folgende Gläser probiert.
Leica 10x50 Ultravid, sehr fein, aber zu teuer.
Zeiss 10x56 Victory, zu schwer und zu teuer
Zeiss 7x42 Victory, zu wenig Vergrößerung.

Das Conquest ist natürlich kein Spitzenglas, aber außer dem 10 Metern Bildfeld fehlt nicht viel.

Erwin Doll



Thema Autor Klicks Datum/Zeit

Es fehlen noch folgende Erfahrungsberichte

Gunnar 2924 10. März 2007 14:06

Einige werde ich später liefern können

Walter E. Schön 2106 10. März 2007 14:48

Re: Einige werde ich später liefern können

Knoss 1754 14. März 2007 19:21

Re: Einige werde ich später liefern können

Achim 1688 14. März 2007 20:53

Erfahrungsschatz

Stefan Groß 1719 10. März 2007 14:52

Leica Ultravid 12x50

Raimund Haake 7821 11. März 2007 11:02

Re: Leica Ultravid 12x50

Ralf Gruber 2653 11. März 2007 23:40

Kamera-Okular DC4

Siegmund Joachim 5933 11. März 2007 16:01

Re: Kamera-Okular DC4

Achim 1868 11. März 2007 17:43

Re: Kamera-Okular DC4

Siegmund Joachim 1773 11. März 2007 18:14

Re: Kamera-Okular DC4

Georg Rothermund 1856 12. März 2007 20:01

Stimmt leider nicht!

Walter E. Schön 2367 13. März 2007 11:45

Re: Kamera-Okular DC4

A. Mackenbrock 1721 13. März 2007 11:56

Re: Kamera-Okular DC4

Siegmund Joachim 1700 13. März 2007 12:29

Re: Kamera-Okular DC4

Helmut Brandner 1769 21. März 2007 19:59

Re: Kamera-Okular DC4

Hoffmann Torsten 1835 10. April 2007 12:13

„Würglicht“ = unheilverheißender fahler Mondschein im Krimi, wenn der Würger kommt?

Walter E. Schön 1942 10. April 2007 12:34

Pisa (war: „Würglicht“ = unheilverheißender ...)

Frank Ullmann 1733 11. April 2007 17:58

Mein Swarovski 8x20B

Renate Gissler 1846 21. März 2007 21:04

Erfahrungsbericht Zeiss Conquest 10x50

Erwin Doll 2426 10. April 2007 23:57



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