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Großfernglas Vixen 15 x 70

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Steve Oetjen
20. Juli 2004 03:45
Zuerst war da ein C8.
Dann hab ich hier den Bericht von dem Typen mit dem umgebauten Zahnarztstuhl gelesen und mir gedacht, gute Idee, aber woher den Stuhl nehmen.
Ich hab mir dann vom Schnäppchenmarkt bei Vehrenberg ein 15 x 70 gekauft.
Zwei harte Jahre mußten meine Halswirbel aushalten, aber jetzt ist es geschafft.
Man nehme!
Einen Fahrersitz mit Kopfstütze aus einem MAN.
Eine Parallelogrammbefestigung aus der eigenen Kellerwerkstatt.
Eine Schweißkonstruktion aus Vierkantrohr als Untergestell.
Viiiel Arbeit und besagtes Bino.

Das Glas ist für seinen Preis sehr weitwinklig. Nach der Durchlaufmethode kommen fast 4,5° raus, damit ist man schon in der Edelklasse.
AP 4,7 mm ist für unsere Verhältnisse etwas knapp, aber auch nicht so schlimm, wie man vielleicht denkt.
Jetzt mal zu den Einzelheiten:
Randschärfe, getestet an den OS im Perseus.
Perfekte Punkte ohne Farbe im Zentrum bis ungefähr 3°. Dann etwas Farbe, am äußersten Rand dann Matsch. Match bedeutet, man kann keinen Sternpunkt mehr fokussieren, es bleibt beim kleinen Klecks undefinierter Form. Der Matschbereich beträgt vielleicht 0,2° und ist mir mittlerweile egal, ein Schönheitsfehler, mehr nicht.
Probleme bei hellen Sternen? nein.
Probleme mit Streulicht? Etwas. Mond kündigt sich schon ein paar Grad frühe an, erst als eine kleine Aufhellung, zum Schluß als echt störender Reflex. Abhilfe brachten zwei Taukappen aus schwarzem Hartschaum, knapp 15 mm überstehend. Danke für den Tipp.
Taubefall ist jetzt auch erledigt, der Hartschaum hilft auch hier.

Die Domäne sind offene Sternhaufen und große DS-Objekte, alles was größer als 10 Bogenminuten ist kommt vor das Bino. Alles was kleiner ist, oder mehr Auflösung will, kommt vor das C8.

Meistens wird es jetzt das Bino, weil mit den Jahren will man mehr Genuss und weniger Gymnastik.
Zum Glas muß man noch ergänzen:
Das Einblickverhalten ist für Brillenträger mit starkt gewölbten Gläsern sicher ein Problem, vorher testen.
Die Mechanik, ich meine Fokussierung und Brücke arbeiten weich und sind stabil.
Das Glas ist für freihändiges Schauen zu schwer, also reines Astroglas mit Stativ.
Meine Konstruktion erlaubt eine Lehnenneigung von ca. 50°. Dann kommen noch 25° Halzwirbel dazu, mit Quälerei auch 40°, aber wer will sich beim Beobachtungsgenuss schon quälen. Der Zenit ist daher orthopädisch verboten. Was mir, als ich ähnliche Beiträge gelesen habe, erst als ein großes Manko erschien, ist mir mittlerweile egal, denn es hat sich bis zu mir herumgesprochen, daß die Erde sich dreht und man nur ein bisschen warten muß, bis man jedes Objekt der nördlichen Hemissphäre anstarren kann.
Ich mag mir garnicht ausmalen, wie man mit einem solchen Glas hinter einem Fotostativ herumeiern muß, also möchte ich meine Stuhllösung noch einmal wärmstens empfehlen.
Bovor jetzt jemand hergeht und sich statt dem 15 x 70 das 15 x 80 holt, schaut lieber einmal durch, die 15 x 80 haben null Gesichtsfeld, da sind viel primitivere Okulare drin und damit ist der Spaß vorbei.
Aber das 15 x 70 sollte man sich mal anschaun, es lohnt.
Steve
Thema Autor Klicks Datum/Zeit

Großfernglas Vixen 15 x 70

Steve Oetjen 5042 20. Juli 2004 03:45

Re: Großfernglas Vixen 15 x 70

Stefan Wild 1805 24. Juli 2004 07:52

Re: Großfernglas Vixen 15 x 70

Steve Oetjen 1901 26. Juli 2004 08:48



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