Willkommen! Anmelden Ein neues Profil erzeugen

Erweiterte Suche

Vixen 20 x 80 Feldstecher

Juelich-Logo

 
deutsch  english  franais  chinese
Impressum
 
Forumregeln
 
Lupen
Mikroskope
Schulung
Messtische
Mess-Software
Mikroskopierdienst
Mikroskopservice
Sonderanfertigungen
 
Ferngläser
Spektive
Teleskope
Stative
Globen
 
Sonderposten
Veranstaltungen
Forum
Testberichte
 
AGB
Kontakt

 

Frank Simmet
17. September 2001 10:58
Die Firma Jülich propagiert für Einsteiger kleine Refraktoren, die man später um einen Newton ergänzen kann. So habe ich damals mein
GP-E 80L angeschafft.
Es wurde aber sehr schnell klar, dass bis zur Benutzung dieses Instrumentes erheblicher Aufwand zu leisten war.
Zu jeder Beobachtung muß ich das Instrument mit dem Auto fahren. Dieser Transportaufwand ist erheblich.
Aus diesem Grund habe ich mir ein mittelgroßes Fernglas ausgewählt, das Vixen 20 x 80. Als Stativ habe ich ein stablies
Gizzo. Alles in allem beträgt das Transportgewicht einschließlich IKEA-Klappstuhl 6 KG.
Ich möchte einmal die Möglichkeiten eines solchen Glases beschreiben.
Das Glas wird mit einem Kunststoffbehälter und Stativadapter ausgeliefert. Die Verarbeitung ist nicht sehr aufwendig, aber einwandfrei. Dies merkt man an Kleinigkeiten wie den Augenstülpmuscheln und der sauberen Drehbewegung beim Fokussieren.
Ich kann dieses Glas nicht ohne Stativ einsetzen, es ist freihändig nicht ruhig zu halten.
Der mitgelieferte Stativadapter ist durchdacht und erlaubt eine stabile Fixierung auf dem Neiger. Gut gefällt mir die Möglichkeit, die Fixierposition zu variieren, dass ist wichtig, um bei höheren Objekten genügend Abstand zwischen Gesicht und Stativ zu haben.
Das Glas ist nicht sonderlich weitwinklig, meine Durchlaufmessungen ergeben ca. 3°10'. Das liegt sicherlich zum einen an der Auslegung der Okulare, zum anderen aber auch an der Dimensionierung der Prismen, die nicht zu groß sind. Ich weiß dies so genau, weil ich heuer schon das 2. Glas besitze, das erste fiel
einem Transportschaden zum Opfer und gab mir die Gelegenheit zu einer Totalinspektion ohne Reue.

Mit diesem Glas nutze ich jede Gelegenheit zur Himmelsbeobachtung.
Dies ist bis hinauf zum Polarstern unkompliziert, danach wird es mit jedem Grad mehr Richtung Zenit anstrengend. Wenn man dies einmal begriffen hat, gibt es mehrere Möglichkeiten, mit diesem Mangel zu leben.
- Man tauscht das Vixen gegen ein Glas mit 45° und zahlt den Aufpreis.
- Man baut sich eine Campingliege so um, dass das Glas ohne Genickstarre jeden Punkt unseres Firmaments erreichen kann.
- Man hört auf seine Wirbelsäule und verzichtet auf die Objekte, die weh tun.
- Man betrachtet den Himmel über einen Planspiegel.

Das Miyauchi mit knapp 80 mm hat den gewünschten Beobachtungskomfort für zenitnahe Objekte, allerdings ist es dem Vixen nicht wirklich überlegen und hat außerdem Okularfokussierung. Damit ist es außerhalb der Astronomie sinnlos. Die Campingliege scheitert an meinen handwerklichen Grenzen, ich
bin Industriekaufmann ohne Handwerkerfähigkeiten.
Der oder die Planspiegel sind mir zu teuer.

Ich beschränke mich daher auf Objekte, die nicht näher als etwa 30° zum Zenit reichen. Das ist aber immer noch genug und wenn ich
damit durch bin, wird man weitersehen.

Bei der Beobachtung unseres Mondes fällt sofort auf, dass das Glas Innenreflexe zeigt. Dies stört mehr, als der harmlose Farbfehler.

Die Reflexe sieht man auch an hellen Sternen oder an Planeten. Dies war aber am Miyauchi genauso und stört offensichtlich den einen mehr, den anderen weniger. Mich stört es sehr.

Beim Beobachten von ausgedehnten Objekten erreicht man mit dem zweiäugigem Sehen die Leistungsfähigkeit eines 114er Newton mit geringer Vergrößerung. Dies haben wir im direkten Vergleich zwischen beiden Optiken getestet. Dabei wurde am Newton ein 35 mm Plössl-Okular eingesetzt um ebenfalls auf 4 mm AP zu kommen.

Es bleibt die Frage, wie man vorgehen muß, um die Zenitkalotte zu erreichen.

Das 20x80 wird auch außerhalb der Astronomie eingesetzt. Ich beobachte in unserem Garten, im Urlaub das Treiben auf dem Wasser und im Hafen. Wenn man so will, alles außer Wandern. Dazu habe ich ein wasserdichtes 8 x 30 Steiner, mit dem ich eigentlich zufrieden bin.

Bevor man sich für den 20x80 entscheidet, sollte man die 2,5 Kilo realisieren. Nach meinem Dafürhalten geht es nicht mehr ohne Stativ.

Frank Simmet
Thema Autor Klicks Datum/Zeit

Vixen 20 x 80 Feldstecher

Frank Simmet 5310 17. September 2001 10:58



In diesem Forum dürfen leider nur registrierte Teilnehmer schreiben.

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen