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Vixen 9 x 63, Lichtsammler mit kleinen Schwächen

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Horst Ricke
09. Dezember 2006 04:07
Die Anmutung ist eine einzige Zumutung. Glatter Kunststoffbezug, eine merkwürdige Art, die Tuben zu verlängern, altmodische Stülpmuscheln. Eine Schönheit ist es wahrlich nicht, was Vixen da Ultima 9 x 63 nennt.
Der Blick auf das Sehfeld ist auch nicht dazu angetan, sich mit diesem Glas näher zu befassen, das dann auch noch nicht einmal wasserdicht ist.
Außerdem, wo kann man schon einmal eine AP von 7mm ausnutzen?

Ich habe dieses Glas von einem Freund erworben und nutze es überwiegend von unserer Hütte im Venn, im Grenzgebiet zwischen Belgien und NRW.

Die Sternabbildung ist gut. Egal ob Sirius oder lichtschwacher Stern 9. Größe, immer ist es ein Punkt, den man sauber einstellen kann, egal ob in Bildmitte oder zum Rand hin. Na klar werden Sie einwenden, bei dem mikrigen Sehfeld ja auch kein Kunststück. Na dann schaun Sie sich einmal die anderen Kollegen an, wie deren Felder aussehen und was die an Punktabbildung zu bieten haben.
Sterne interessieren mich aber erst in zweiter Linie, mir geht es um flächige Objekte, die ich von unserem dunklen Standort in allen Himmelsrichtungen beobachten kann.
Wer hat denn schon einmal gesehen wie riesengroß M33 wirklich ist? Versuchen Sie das einmal aus der Kölner Bucht.
Da soll es doch diesen Nebel in den Plejaden geben? Kein Problem bei uns wird er sehr gut sichtbar, genauso wie die total schwierigen Objekte wie Cirrus und Nordamerika. Es soll Leute geben, die sehen diese Objekte nur gefiltert durch die Himmelsaufhellung, bei uns reicht dazu dieses lichtstarke und kontrastreiche Porroleichtgewicht von Vixen.

Wie steht es um die Reflexe?
Ja es gibt einen ausgeprägten Reflex, wenn man bewußt seitlich am Mond vorbeipeilt. Dann bedeckt ein heller Nebel einen Teil, wie eine feine Gardine und was da durchschimmert ist nicht mehr interessant. Nur, wer beobachtet mit einem AP 7mm in Mondumgebnung.

Wie steht es um die Verzeichnung?
Die Hauskante biegt es ganz leicht durch, kissenförmig, zu erkennen nur für geübte Beobachter.

Was ist mit dem Einblick für Brillenträger?
Naja, da muß man halt die Augenmuschel umstülpen, umständlich und immer in der Sorge, auf das Okular zu tatschen, aber umgestülpt geht es dann schon, man übersieht das ganze Sehfeld. Mein Tipp, teilen Sie nie das Glas mit einem Brillenträger, es sei denn, Sie beobachten ebenfalls mit brille, sonst werden Sie das Ding verfluchen.

Ich verstehe die Jungs bei Vixen nicht. Vor Jahren hat mir Stefan Korth einmal erzählt, dass Vixen die Ultima-Porros selber produziert. Wäre es da nicht intelligent gewesen, diesem Nischenprodukten ein wenig Modellpflege zu gönnen und die gröbsten Schwächen auszumerzen?
Ein etwas gefälligerer Bezug, modernere Augenmuscheln und das an sich gute glas würde viel mehr Menschen ansprechen. In der aktuellen Aufmachung erfordert es einen starken Charakter, sich mit diesem Glas öffentlich zu zeigen, weil die inneren Werte, die ja durchaus vorhanden sind, bleiben verborgen.

Ich schätze, ich war einer von 3 Käufern, die dieses Glas in 2006 weltweit erworben haben, wobei meins sogar noch gebraucht war. Wie Sie unschwer diesem Text entnehmen können, war ich Summe über Alles zufrieden.

Horst Ricke
Thema Autor Klicks Datum/Zeit

Vixen 9 x 63, Lichtsammler mit kleinen Schwächen

Horst Ricke 3884 09. Dezember 2006 04:07

Re: Vixen 9 x 63, das Glas für den Nebelbeobachter

D. Stoffels 1405 09. Dezember 2006 14:33



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