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Vixen GP-E 80L + 102 ED

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R. Schadewald
25. Oktober 2000 08:22
Ich habe mir 1997 ein Vixen GP-E 80L gekauft. Eigentlich wollte
ich einen großen Newton kaufen. Mindestens 8", vielleicht sogar
10". Die Geräte aus dem bunten Meadekatalog hatten es mir angetan.
Ich telefonierte mit dem Importeur, der Firma Astrocom in
München. Der Mitarbeiter fand meine Wahl gut, beide Gerätegrößen
waren vorrätig. Meine Tochter bremste mich dann, wir suchten ein
Fachgeschäft im Raum Köln-Bonn. Dies war nicht so einfach. Ein
Anruf bei der Volkssternwarte lieferte 2 Anschriften, beide in
Bonn.
Der erste Laden, mitten in der Fußgängerzone, fand den 10" Newton
von Meade zu klobig, hier wäre ein Meade Schmidt Cassegrain 10"
oder ein Celestron C11 die geeignete Wahl. Mit Prospekten
versorgt, gingen wir zum nächsten Händler.
Dort mußte man beim Betreten des Ladens aufpassen, denn
unmittelbar hinter der Ladentür lag ein riesengroßer
Bernhardinerhund. Im Geschäft standen diverse Fernrohre herum.
Beraten wurde ich von Herrn Jülich persönlich. Er interessierte
sich absolut nicht für meine frisch erworbenen Kenntnisse und
ignorierte auch die Prospekte.
Wir diskutierten so profane Dinge wie Transportgewicht und
Volumen, Standort, Beobachtungsvorlieben und einige Dinge mehr.
Dann gab es dort ein Meade LX50 mit 8". Herr Jülich empfahl,
dieses einmal anzuheben. Ich war erschrocken, ob des hohen
Gewichtes. In Anbetracht meines Wohnortes in der Innenstadt von
Meckenheim riet er mir zu einem kleinen Refraktor. So kam ich zum
Vixen GP-E 80L.
Mit diesem Refraktor habe ich dann alle Objekte betrachtet, die
mir vor das Objektiv kamen. Hilfreich war hier das Himmelsjahr und
das schöne Buch von Herrn Karkoschka.
Ich habe jede freie Minute genutzt, um mein Wissen zu erweitern
und neue Dinge zu beobachten. Für meine Familie war dieses Hobby
ebenfalls nützlich, war doch das leidige Problem mit Weihnachts-
und Geburtstagsgeschenken gelöst.
Im Winter 1999 habe ich dann mit einem Freund vereinbart, daß ich
seine Hütte etwas außerhalb von Meckenheim zur kleinen
Beobachtungsstation ausbauen und nutzen dürfe. Da hier die
Bedingungen deutlich besser sind, stand der Kauf eines größeren
Instrumentes an. Da ich inzwischen schlauer geworden war,
verzichtete ich auf das Studium der bunten Prospekte und besprach
meine Vorstellungen direkt mit Herrn Jülich. Ich gab das 80L
zurück und erwarb einen Vixen 100mm ED Apochromaten auf der DX
Montierung. Mit diesem Instrument habe ich meine entgültige
Ausstattung gefunden.
Das größere Instrument ist lichtstärker, man sieht noch Sterne,
die eine halbe Größenklasse schwächer sind. Besonders auffällig
ist aber das viel größeres Bildfeld das man zur Verfügung hat. Die
Sterne werden deutlich kontrastreicher abgebildet, der Himmel
erscheint klarer. Ich habe mir ausdrücklich für einige Nächte mein
altes Gerät zurückerbeten, um im direkten Vergleich den
Unterschied zu sehen. Speziell bei offenen Sternhaufen und bei
Planeten ist der Unterschied groß. Es ist mit 80mm selten möglich,
die Teilung des Saturnringes zu erkennen. Mit 100mm ist dies ein
Kinderspiel. 100mm reichen auch aus, die helleren Kugelsternhaufen
in den Randpartien aufzulösen. Von meinem Standort aus kann ich
mit bloßem Auge M13, M31 und M42 sehen, an besonders klaren
Ausnahmeabenden im Sommer auch die Messier-Nebel im tiefen
Südhimmel. Mit dem Vixen ED und einem Nebelfilter ist es auch
möglich, den Nordamerikanebel direkt zu sehen. Mit dem 80L konnte
man dieses Objekt nur als Änderung der Helligkeit beim
Darüberfahren erahnen. Jetzt kann man ihn richtig sehen. Die
Hyaden und die Plejaden, h und chi im Perseus funkeln, daß es
meine Besucher immer wieder verblüfft.

Natürlich hätte man für das Geld auch ein größeres Teleskop
erwerben können. Mich hat aber das Argument von Herrn Jülich
überzeugt, man müsse sein Teleskop komfortabel transportieren und
handhaben können. Dies ist mit den 23 Kilogramm, die ich jetzt
bewegen muß, leicht möglich. Es wird auch in ein paar Jahren noch
möglich sein, die ich noch zu erleben hoffe.
Im letzten Jahr habe ich mir dann von Herrn Jülich noch einen IBM-
Computer zugelegt. Mein Sohn hat mir dazu das Programm Redshift
geschenkt. Dieses kommt besonders bei schlechtem Wetter zum
Einsatz und hat mir schon viel Lob und Erstaunen von meinen Enkeln
eingebracht, die ob der Computerkenntnisse des Alten Ihr Weltbild
korrigieren müssen.

Ich kann die beiden Vixen Refraktoren empfehlen. Es handelt sich
um sehr gut verarbeitete Geräte mit präziser Mechanik und einer
hohen Zuverlässigkeit. Es steht zu erwarten, daß der derzeitige
Refraktor in einwandfreiem Zustand an meine Enkel weitergegeben
werden kann. Es war klug, bei der Auswahl der Instrumente dem
Umstand Rechnung zu tragen, daß ich jedes größere Instrument an
einen geeigneten Ort transportieren muß und dann ein zu hohes
Gewicht die Beobachtungshäufigkeit reduzieren würde.
Ich habe mir nie die Mühe gemacht, die Grenzen meiner Optik zu
ertesten. Ich wollte vergnügt den Himmel beobachten mit
Instrumenten, die zuverlässig funktionieren. Dieses Ziel habe ich
erreicht.

Richard Schadewald
Neuer Markt

Meckenheim
Thema Autor Klicks Datum/Zeit

Vixen GP-E 80L + 102 ED

R. Schadewald 4175 25. Oktober 2000 08:22



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