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Vixen 115 ED und wie es dazu kam

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Bernd Pfeiffer
26. Oktober 2008 17:38
Ich habe mit dem Rauchen aufgehört und vereinbarungsgemäß dann ein gutes Teleskop gekauft. Ich hatte mich vorher gründlich informiert und mich dann für einen guten Refraktor entschieden, konkret für den Vixen 115 ED.
Das komplette Teleskop besteht aus Stativ, Montierung und Tubus. Das Stativ ist aus ALU, ausziehbar, die Vixen Sphinx Montierung beinhaltet zwei Elektromotore zum Antrieb der beiden Achsen und eine Gegengewichtsstange, auf der man verschiedene Gegengewichte anbringen und ausbalanzieren kann.
Der Tubus wird komplettiert von verschiedenen Okularen. Ich habe mich für die Größen 5mm, 8mm, 22mm und 42 mm entschieden. Damit stehen die folgenden Vergrößerungen zur Verfügung, 177x, 110x, 40x, 22x.
Die Sphinx wird mit einer kleinen Bedienkonsole mit Farbdisplay geliefert. Die Bedienung erlernt man sehr schnell, vielleicht nicht in allen Einzelheiten, aber das was man braucht.
Nach dem Ausrichten und Initialisieren reicht es, wenn man entweder ein Objekt eingibt oder einen Punkt auf dem Kartenausschnitt anfährt. Der Ausschnitt paßt sich in der Auflösung an, je nachdem wie nahe man am Ziel ist.
Wenn man sich mit dem Einrichten Mühe gibt, dann findet die Sphinx das gesuchte Objekt immer innerhalb vom Sehfeld des 5mm Okulars, nicht unbedingt in der Mitte aber meistens in den inneren 50%.
Sie werden wissen wollen, was man mit mikrigen 115 mm zu Sehen bekommt.
Die interessanten Planeten, die einer detaillierten Beobachtung zugänglich sind, sind Venus, Mars, Jupiter und Saturn. Natürlich kann man kurz nach Sonnenuntergang einmal einen kleinen Punkt als Merkur identifizieren, man kann auch ein langweiliges, graugrünes Scheibchen als Uranus ausmachen, aber wirklich spannend sind nur die nächsten 3 Planeten ausserhalb der Erdbahn. Hier besonders Jupiter und Mars.

Geht man ausserhalb unseres Sonnensystems auf die Jagd, dann bleiben innerhalb der Milchstrasse offene Sternhaufen, ideale Objekte für einen guten Refraktor, dazu noch Emissionsnebel, also Objekte aus heissem, leuchtenden Gas wie Orionnebel oder Hantelnebel. In klaren, mondlosen Nächten sind mir diese Objekte die liebsten, es gibt mehr davon als man glauben möchte.
Ausserhalb unserer Galaxie sieht man einige Kugelsternhaufen, die gravitativ an unsere Galaxie gebunden sind, aber sonst eigenständig im leeren Raum stehen, Kugelsternhaufen wie M13 im Herkules lassen sich in viele Einzelsterne auflösen und zeigen uns eine Kugelsymetrie, die ihnen den Namen gegeben hat.
Noch weiter weg als Kugelsternhaufen sind die anderen Galaxien. Unsere berühmte Nachbargalaxie ist der Andromedanebel, im Teleskop ein Spektakel, man muß sich nur Zeit nehmen, dann taucht aus dem nebligen Oval langsam ein kompakter Begleiter auf und dann nimmt auch der Nebel eine zugegeben grobe Form an.
Vergleichbar gut kann man keine Galaxie sehen, aber mit etwas Übung entdeckt man weitere bis zu ganz entfernten Objekten, die mehr wie ein leicht verwaschener Stern aussehen.
Der Vorteil des Refraktors liegt in der Robustheit und der geringeren Reaktion auf Temperaturschwankungen. Dies ist bauartbedingt, denn während beim Spiegelsystem das Licht parallel zur Tubuswand und ihren Luftwirbeln verläuft, bildet es im Refraktor einen schlanken Kegel, weiter weg von der unruhigen Luft. So ist es selbst unmittelbar nach dem Aufstellen möglich, durch einen Refraktor zu beobachten, nur mit Langzeitaufnahmen sollte man etwas abwarten, eine langsame Fokusdrift bis zur vollständigen Temperaturanpassung ist nicht ausgeschlossen.
Wer will, der kann sich die Bildgüte durch Interpretation eines Sternpunktes, sowie nachfolgend leichter Unschärfe durch kleine Abweichungen zur optimalen Fokuslage bewerten, immer vorausgesetzt, die Luftunruhe erlaubt dies. Ich habe es einmal gemacht, es ist langweilig und bringt mich nicht weiter.
Ein gutes Teleskop ist teuer, es ist also im eigenen Interesse, wenn man es möglichst oft einsetzen kann. Ich habe mir deshalb im Garten einen markierten Aufstellungsort geschaffen, der den besten Kompromiss aus Streulicht und freiem Horizont bietet. Hier bin ich in Minutenschnelle einsatzbereit.
Mit dem Instrument bin ich sehr zufrieden, es funktioniert sehr gut, ich kann es einfach transportieren und aufbauen, die Beobachtungsqualität ist toll. Ich kalkuliere einmal, dass es jede 5. Nacht zum Einsatz kommt, nie lange, vielleicht 2 Stunden, denn am frühen Morgen muß ich raus zum Brötchen verdienen.
Bernd Pfeiffer


Thema Autor Klicks Datum/Zeit

Vixen 115 ED und wie es dazu kam

Bernd Pfeiffer 4096 26. Oktober 2008 17:38

Frage zur Vergrößerung

Raimund 1410 09. November 2008 07:48

Re: Frage zur Vergrößerung

Carsten Urbanek 1336 09. November 2008 08:28

Re: Frage zur Vergrößerung

Bernd Pfeiffer 2429 09. November 2008 12:03



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