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Erfahrungsbericht zur Vixen Atlux

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J. Fischer
16. November 2005 07:32
Die Vixen Atlux ersetzt bei mir seit 1998 die alte Vixen Saturn. Die Atlux übernahm die gleiche feste Selbstbausäule. Sie übernahm es dann auch, die gleiche Last zu bewegen.

Auf einer Montageplatte befindet sich mein C11 und als Leitrohr zusätzlich noch ein Vixen 90M. Fix am 90M montiert ist eine ST4, betagt aber bisher ohne Mucken, kommt sie als Nachführkamera zum Einsatz.
Zur Fotografie stehen eine Leica R6.2 und neuerdings eine 3x1/2"CCD-Farbvideokamera mit C-Mount-Adapter bereit. Die Möglichkeiten dieser 3-Chipkamera scheinen mir attraktiv, ich bin aber noch in der Testphase.
Eine gekühlte Digitalkamera besitze ich nicht.
Im direkten Vergleich zur Vorgängerin Saturn erscheint die Atlux zuerst viel aufgeräumter und nicht so zerklüftet. Die Tragfähigkeit ist ungefähr doppelt so hoch, mit meiner Optiklast bleiben noch gesunde Reserven, anders als bei der Saturn.
Ein kräftiger Stoß mit dem Knöchel gegen den C11-Tubus bringt die Atlux nur für einen Wimpernschlag aus der Ruhe, die Saturn dagegen für 1-2 Sekunden in unschöne Schwingungen.
Windlast spüre ich nur noch im Gesicht, nicht mehr am Okular.
Die Nachteile, hier ist zuerst der Preis zu nennen, dann das Gewicht, spielen bei mir keine Rolle mehr, nach 6 Jahren intensiven Gebrauchs sieht man den Preis in einem milden Licht und das Gewicht stört bei fester Aufstellung nicht.
Die Nachführgenauigkeit bei einer festen Aufstellung sollte ausschließlich durch Geschwindigkeitsvariationen der RA-Achse beeinflußt werden. Sind die bei diesen Variationen auftretenden Beschleunigungen < als die Dynamik des Regelsystems, kann man photografisch von einer einwandfreien Nachführung sprechen. Die Abweichungen sollten sich auf den Astroaufnahmen als Abweichungen von der kreisförmigen Punktabbildung zeigen und hier zeigt der Vergleich, daß die Saturn samt Antrieb schon mal häufiger aus dem Tritt gekommen ist. Die Aufnahmen mit der Atlux zeigen dagegen keine Abweichung von der Idealform, zumindest keine, deren ausgeprägte Richtung auf Antriebsfehler hinweisen würde.
Insoweit hat sich die Anschaffung der Atlux gelohnt.
Ich könnte mir vorstellen, daß man auch noch einen 12" Meade Tubus montieren und mit gutem Erfolg einsetzen kann, was nicht mehr geht ist ein C14, dies haben wir versucht, die Montierung reagiert sofort empfindlich, die Auswertung der ST4-Meldungen zeigt anwachsenden Korrekturbedarf.
Ich kann die Atlux für mittelschwere Teleskop empfehlen. Sie ist sehr gut verarbeitet und gefällt auch in der Formgebung. Fotografisch bewältigt sie ein C11 mit einem 3 KG Leitrohr auch bei voller Brennweite ohne Mucken. Die Bedienung geschieht mittels Skysensor, das muß man einfach Lernen, am besten vorher am Schreibtisch. Der Stromverbrauch ist beim schnellen Positionieren hoch, ich habe mir eine solargeladene Autobatterie in meine Hütte gestellt, damit hat man für viele Jahre Ruhe.

Wie man der Vixen Internetseite in Japan entnehmen kann, gibt es zur Atlux noch einen größeren Bruder. Dieser große Bruder mindert den Druck auf das Management, der Atlux mehr Tragkraft anzudichten, als sie vernünftigerweise haben sollte. Auch das unterscheidet sie von einigen Kollegen.

Jean Fischer
Thema Autor Klicks Datum/Zeit

Erfahrungsbericht zur Vixen Atlux

J. Fischer 6002 16. November 2005 07:32

Re: Erfahrungsbericht zur Vixen Atlux

Walter Fröhling 1629 17. November 2005 10:55

Re: Erfahrungsbericht zur Vixen Atlux

Tobias Knesch 1611 17. November 2005 12:03

Re: Erfahrungsbericht zur Vixen Atlux

Walter Fröhling 1622 17. November 2005 12:33

Re: Erfahrungsbericht zur Vixen Atlux

Tobias Knesch 1521 17. November 2005 14:14

Re: Erfahrungsbericht zur Vixen Atlux

Walter Fröhling 1493 17. November 2005 17:56

Re: Erfahrungsbericht zur Vixen Atlux

Dr. Peter Noch 1701 17. November 2005 21:22

Re: Erfahrungsbericht zur Vixen Atlux

Walter Fröhling 1622 18. November 2005 07:37

Re: Erfahrungsbericht zur Vixen Atlux

Stefan Korth, Vixen Europe GmbH 1814 16. Dezember 2005 14:39



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